Internet, E-Mail, WLAN und Hot-Spots: WM-Tipps von Fortinet

Fußball-WM 2014: Vorsicht im Netz!

| Redakteur: Wilfried Platten

Online-Ticketshops

Wer einen Online-Shop entdeckt, der besonders günstige World-Cup-Tickets anbietet, sollte genau hinsehen: Ist der fragliche Händler wirklich zum Ticket-Verkauf berechtigt? Oder ist der Shop nur eine Fassade, die bereits am nächsten Tag wieder aus dem Netz verschwunden ist – zusammen mit den Kreditkartendaten Aller, die eines der ach so günstigen Tickets kaufen wollten? Selbst bei legalen Online-Shops ist Vorsicht keineswegs verkehrt. Schließlich könnte die Shop-Website per SQL-Injection oder einer anderen Art Server-Attacke kompromittiert worden sein. Legale Websites die gehackt wurden, führen Besucher nicht immer auf eine Schad-Website weiter. Meist „phishen“ sie direkt nach Benutzerinformationen oder versuchen, Schadsoftware wie Trojaner, Bots, Keylogger oder Rootkits zu installieren – Programme, die dazu entwickelt wurden, Computersysteme zu beschädigen und persönliche Informationen zu entwenden. Deshalb ist Misstrauen immer angebracht, wenn Händler Tickets zu Konditionen anbieten, die „zu gut sind, um wahr zu sein” – meist sind die Schnäppchen nämlich nichts als Betrug. Dieser Grundsatz gilt übrigens selbst für Händler, die nicht mit eigenen Websites auftreten, sondern auf Marktplatz-Plattformen wie beispielsweise eBay.

Phishing und Identitätsdiebstahl

Viele Internetnutzer werden in den nächsten Tagen und Wochen E-Mails von ihrer Bank oder von Paypal mit diesem oder ähnlichem Inhalt bekommen: „Vielen Dank für Ihre Bestellung, die Bezahlung für den Kauf zweier WM-Tickets ist eingegangen.“ Und das, obwohl der Empfänger gar keine Tickets gekauft hat. Die E-Mail (wie immer gestaltet) wird einen Link enthalten, mit der sich die Transaktion widerrufen lässt. Ein Klick darauf wird auf eine Website führen, auf der der Nutzer seine Login-Daten fürs Online-Banking in ein Formular eintragen soll. Diese E-Mail sollten Benutzer selbstverständlich nicht beachten. Stattdessen sollten sie daran denken, dass Banken ihre Kunden niemals per E-Mail nach Login-Informationen fragen. Wer seine Bankdaten freiwillig offenlegt, riskiert dass die eigenen Konten von Cyberkriminellen leergeräumt werden. Diese Art Abfrage vertraulicher Informationen, „Phishing” genannt, wird von Betrügern auch genutzt, um andere Daten zu stehlen, beispielsweise Sozialversicherungsnummern. Erfolgreiche Phishing-Züge können sich schnell zu einem Sicherheitsrisiko auswachsen, das weit mehr Menschen betrifft als nur das ursprüngliche Phishing-Opfer: Einmal entwendete Daten werden nämlich oft für andere Cyber-Attacken weiterverwendet.

Unsichere WLAN-Hotspots

Obwohl die brasilianische Regierung die Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld der WM beständig verschärft hat, sollten die mehr als 60.000 deutschen World-Cup-Touristen weiterhin vorsichtig sein. Fans, die bestimmte Spiele nicht im Stadion sehen können und stattdessen beispielsweise auf Streaming-Dienste oder Sport-Websites zurückgreifen, sollten das auf keinen Fall über ungesicherte WLAN-Hotspots tun. Ein ungesicherter Zugangspunkt macht es Hackern leicht, per Funk übertragene Daten auszulesen. So können sie beispielsweise Logins und Passwörter abfangen, E-Mails und Dateianhänge mitlesen oder andere persönliche Informationen stehlen.

Alle diese Angriffe und Betrugsversuche werden häufiger. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass auch versierte Internetnutzer zu Opfern von Cyberkriminalität werden. Deshalb zum Schluss noch ein paar Hinweise dazu, wie sich der Verlust von persönlichen Informationen oder Geld vermeiden lässt.

  • Fragen nach Passwörtern oder Kreditkarteninformationen sollten immer misstrauisch machen: Anfragen deshalb lieber zweimal prüfen, bevor irgendwelche Daten weitergeben werden.
  • Vorsicht vor Links, die auf Anwendungen verweisen oder auf externe, unbekannte Websites.
  • Der alte Spruch „zu gut, um wahr zu sein” stimmt: Vorsicht vor zu verlockenden Angeboten!
  • Ebenfalls wahr: Wer nie an einer Lotterie teilgenommen hat, kann auch keine gewinnen.
  • Auch innerhalb geschützter WLAN-Netzwerke gilt: Wirklich sicher surft, wer Websites mit HTTPS-Verschlüsselung besucht. Internetnutzer sollten sichergestellten, dass sie die von ihnen bevorzugten Websites mit dem entsprechenden Schutz ansteuern.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 42752462 / DDoS, Fraud und Spam)