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Mehr Funktionen für GigaVUE-OS und performanter GigaVUE-TA40 Gigamon automatisiert Visibility Fabric

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit dem Framework Software Defined Visibility automatisiert Gigamon die Analyse des Netzwerkdatenverkehrs. Zudem zeigt der Anbieter erweiterte Security-Features sowie einen hochdichten Zugangsknoten für 40Gbit-Netze.

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Hersteller Gigamon bewirbt das System GigaVUE-TA40 (unten) als seinen bislang leistungsstärksten Knoten für Traffic Aggregation.
Hersteller Gigamon bewirbt das System GigaVUE-TA40 (unten) als seinen bislang leistungsstärksten Knoten für Traffic Aggregation.
(Bild: Gigamon)

Gigamon ergänzt verschiedene Elemente der eigenen Unified Visibility Fabric. Neben leistungsfähiger Hardware hat der Hersteller dabei auch verbesserte Managementfunktionen vorgestellt.

Über den GigaVUE Fabric Manager (GigaVUE-FM 3.0) stellt der Hersteller das Framework „Software Defined Visibility“ bereit. Zu dem gehören REST-basierte APIs, mit denen Kunden, Drittanbieter oder Service Provider kritische Funktionen automatisieren können, die bislang manuelles Eingreifen erfordert hätten. Konkret denkt Gigamon dabei an effizienter arbeitende Sicherheitstools, automatisiertes Policy-Management oder vereinfachte Provisionierungs- und Ticketingprozesse.

Der GigaVUE-FM 3.0 liefert laut Anbieter eine einheitliche Sicht auf hunderte physischer und virtueller Nodes innerhalb einer Visibility Fabric, auch über verteilte Standorte hinweg. IT-Verantwortliche können damit assistentengeführt Datenströme optimieren: FlowMapping soll den Traffic reduzieren und damit die Leistung von Analysatoren verbessern; mit GigaSmart verspricht Gigamon zudem eine optimierte Monitoring-Infrastruktur und performantere Werkzeuge.

TA-Node für 40-Gbit- und Provider-Netze

Des Weiteren präsentiert Gigamon das System GigaVUE-TA40 (TA = Traffic Aggregation) – einen „hochdichten Zugangsknoten für moderne Hochgeschwindigkeits-Infrastrukturen“. Mit dem bislang leistungsstärksten TA-Knoten des Anbieters sollen Unternehmen Schwachstellen in der Traffic Visibility aufdecken und mit Netzwerkaufrüstungen einhergehende Herausforderungen meistern.

Der GigaVUE-TA40 bringt in einer Höheneinheit bis zu 32 40Gbit-Ports unter. Die Lösung ermögliche den Anschluss mehrerer SPAN/TAP-Traffic-Zuführungen in 40Gbit-Uplinks, die die Visibility Fabric speisen. Kombiniert mit 40Gbit-BiDi-TAPs und -Optiken tauge die Lösung laut Gigamon insbesondere für Cisco-Kunden, die auf 40Gbit-Netzwerke migrieren oder eine Application Centric Infrastructure (ACI) aufbauen und eine umfassende Visibility für fortschrittliche Architekturen benötigen.

GigaVUE-TA40 nutzt die Software GigaVUE-OS und biete somit sämtliche integrierten Services der Fabric, darunter auch etwa das bereits oben erwähnte FlowMapping. Der Node lässt sich laut Anbieter mit Core-Knoten zu Clustern verbinden und erhält so Zugriff auf umfassende Traffic-Intelligence-Funktionen wie SSL-Entschlüsselung, NetFlow-Erzeugung, De-Duplikation und weitere, die von den GigaSMART-Paketfunktionen bereitgestellt werden.

Sicherheitsfunktionen und private Daten

Den bereits verfügbaren Glasfaser-Bypass im Visibility Fabric Node GigaVUE-HC2 ergänzt Gigamon um einen verdrahteten Inline-Bypass – dank dem können künftig auch per Kupfer ausschließlich relevante Daten an externe Appliances weitergereicht werden. Das ermögliche ausfallsichere 1Gbit-Zugangsports für Inline-Security-Appliances wie Intrusion Prevention-Systeme, Firewalls der nächsten Generation, sichere E-Mail-Gateways und andere Inline-Sicherheitssysteme, die in einer kupferkabelbasierten 1Gbit-Infrastruktur arbeiten.

Um die Privatsphäre der Daten sicherzustellen hat Gigamon seine GigaSMART-Applikation Adaptive Packet Filtering (APF) optimiert. Sie beherrscht ab sofort eine auf Mustererkennung basierende Maskierung: Persönliche Daten wie Kreditkartennummern oder persönliche Identifikationsdaten können damit überall im Netzwerkdatenverkehr identifiziert und durch einen funktionalen Dummy ersetzt werden. Das helfe Anwendern, Compliance- und regulatorische Anforderungen zu adressieren.

Mobile Mehrwertdienste für Premiumkunden

Mobilfunkanbieter umwirbt Gigamon schließlich mit einem „einzigartigen Mechanismus [...] der es Mobile-Providern ermöglicht, über Whitelists eine Visibility jedes Teilnehmers zu realisieren.“ Die vom GigaVUE-OS bereitgestellten Funktionen lassen sich mit der bereits existierenden GTP-Correlation-Funktion in der Visibility Fabric von Gigamon kombinieren: Mobilfunkanbieter sollen so angepasste Whitelists der Anwender erstellen, die ihre International Mobile Subscriber Identity (ISMI) verwenden. Auf dieser Basis ließen sich Sicherheitsbedrohungen durch einzelne Teilnehmer identifizieren, Mehrwertdienste gezielt zuweisen und Echtzeitanalysen für Premium-Kunden durchführen.

Preise und Verfügbarkeit

GigaVUE-FM 3.0, GigaVUE-TA40 und das optimierte GigaVUE-OS sind ab sofort bei autorisierten Channel-Partnern verfügbar. Den Einstiegspreis pro GigaVUE-TA40 beziffert der Hersteller mit 29.995 US-Dollar. Bestandskunden mit gültigen Support und Wartungsverträgen erhalten die Software-Updates für GigaVUE-OS und GigaSMART-Applikation ohne weitere Kosten.

Schließlich bestätigt Gigamon auch die bereits Anfang 2015 angekündigte Verfügbarkeit von GigaVUE-OS für White-Box-Switches Dritter. Die aktuelle Version wurde für den "10 Gb-Bare Metal Switch QuantaMesh BMS T3048-LY2R" zertifiziert.

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