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Sprach- und Video-Chat von Google birgt Gefahren für die Privatsphäre Google Voice Plugin speichert Verbindungsdaten

| Redakteur: Peter Schmitz

Mit dem Google Browser Plugin Google Voice kann man via Google Mail direkt auch Sprach- und Video Chats führen ohne zusätzliche Software zu benötigen. Sicherheitsexperte Marko Rogge hat jetzt herausgefunden, dass Google mit dem Plugin ein lokales Logfile auf dem Computer anlegt, welches es Forensikern oder Strafermittlern erlaubt, die Gespräche und Teilnehmer nachzuvollziehen.

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Google speichert mit dem Sprach- und Video-Chat Plugin Google Voice lokal Verbindungsdaten von Unterhaltungen und gefährdet so die Privatsphäre der Nutzer.
Google speichert mit dem Sprach- und Video-Chat Plugin Google Voice lokal Verbindungsdaten von Unterhaltungen und gefährdet so die Privatsphäre der Nutzer.
( Archiv: Vogel Business Media )

Sprach- und Video-Chat einfach im Browser, ohne weitere Zusatzsoftware ist extrem praktisch und verführerisch einfach. Google bietet solch eine Option seit kurzem mit Google Mail und dem Browser-Plugin Google Voice. Was Google aber verschweigt ist, dass bei der Installation des Plugin ein lokales Logfile auf dem Computer angelegt wird, welches es einem Analytiker, Forensiker oder Strafermittler erlaubt, die Gespräche und Teilnehmer nachzuvollziehen. In dem Logfile werden detaillierte Informationen wie IP Adresse, Computersystem oder Teilnehmer abgelegt.

Sicherheitsexperte Marko Rogge hat einen Test mit Google Voice auf einem aktuellen Windows 7 System mit Firefox Browser und auf einem Testsystem mit einem Ubuntu Linux 10.04 LTS durchgeführt und dabei eine erschreckende Datensammlung entdeckt und genauer analysiert. Dabei hat er entdeckt, dass Google Voice nicht nur lokale IP-Adressen speichert, sondern auch die Zieladressen der Gesprächsteilnehmer und sogar die Kommunikationswege.

Eine detaillierte Analyse des Google Voice Plugins und dessen Logfile-Funktion unter Windows 7 und Linux, sowie Schutzmöglichkeiten gegen das Logging hat Sicherheitsexperte Marko Rogge auf seiner Homepage als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt.

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