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Von Crawlern und bösartigen Bot-Programmen Großteil des Web-Traffics ist nicht menschlichen Ursprungs

| Redakteur: Stephan Augsten

Bots sind nach einer aktuellen Untersuchung von Incapsula für 60 Prozent des Internet-Verkehrs verantwortlich. Dabei handelt es sich zum einen um gutartige Crawler, die beispielsweise Webseiten auf relevante Inhalte scannen. In der Hälfte der Fälle sind es aber Angriffsprogramme, also bösartige Bots.

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Traffic-Schleudern: Auf Bots entfallen mittlerweile 60 Prozent des Internet-Verkehrs.
Traffic-Schleudern: Auf Bots entfallen mittlerweile 60 Prozent des Internet-Verkehrs.
(Bild: Archiv)

Grundsätzlich versteht man unter „Bots“ Computerprogramme oder Skripte, die selbstständig Informationen von Websites analysieren und auswerten. Zu den „Guten“ zählen unter anderem Webcrawler von Internet-Suchmaschinen, die Homepage-Inhalte auswerten. Leider gibt es aber eben auch bösartige Bots.

Insgesamt sind die Such- und Angriffsprogramme für mehr als 60 Prozent des gesamten Internet-Traffics verantwortlich. Seit dem vergangenen Jahr sei ihr Anteil sprunghaft um zehn Prozentpunkte angestiegen, meldet Incapsula, ein Tochterunternehmen des Sicherheitsanbieters Imperva. Der Anteil der bösartigen Vertreter wächst und liegt mittlerweile etwa bei 50 Prozent.

Knapp ein Viertel dieser maliziösen Programme zielt darauf ab, Webserver außer Gefecht zu setzen (Distributed Denial of Service, DDoS). Vermehrt versuchen die Bots laut Imperva aber auch, im Rahmen ihrer Angriffe an Zahlungsinformationen oder andere Kundendaten zu gelangen. Barry Shteiman, Director Security Strategy bei Imperva, fasst die aktuelle Lage so zusammen: „Ähnlich wie in den Science Fiction Filmen vermehren sich die bösen Bots mit enormer Geschwindigkeit selbst und entwickeln sich gleichzeitig weiter.“

Auf der Webseite von Incapsula finden sich noch weitere interessante Statistiken. So dauert knapp die Hälfte der DDoS-Attacken sechs bis 24 Stunden. Acht Prozent bewegen sich im Zeitraum wzischen einem und sieben Tagen, weitere vier Prozent dauern sogar noch länger. Die durchschnittlichen Kosten eines DDoS-Angriffs liegen bei 40.000 US-Dollar – pro Stunde, wohlgemerkt.

Dies liegt zum einen daran, dass Besucher die Webseite gar nicht mehr erreichen, was insbesondere Online-Shops hart trifft. Aber natürlich kostet es auch, wenn sensible Daten verloren gehen, von Reputationseinbußen ganz zu schweigen. Weitere Informationen zu DDoS-Attacken finden Interessierte im Weblog von Incapsula.

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