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IT-Sicherheit in der Wirtschaftskrise Gute Job- und Gehaltsentwicklung, IT-Security-Budgets gekürzt

| Redakteur: Stephan Augsten

IT-Sicherheitsexperten haben trotz der Wirtschaftskrise gute Job-Perspektiven, meldet (ISC)². Dies geht aus einer Studie hervor, die der Anbieter von Sicherheitszertifizierungen in Zusammenarbeit mit der Infosecurity Europe durchgeführt hat. Den positiven Stellen- und Gehaltsentwicklungen standen in 2009 allerdings Abstriche beim IT-Security-Budget gegenüber.

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Karrierekick: In der IT-Sicherheitsbranche werden derzeit neue Stellen geschaffen, auch die Gehaltsentwicklung war in 2009 positiv.
Karrierekick: In der IT-Sicherheitsbranche werden derzeit neue Stellen geschaffen, auch die Gehaltsentwicklung war in 2009 positiv.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der nunmehr zweiten Career Impact Studie versucht (ISC)² herauszufinden, wie sich die Wirtschaftskrise auf die IT-Security-Branche ausgewirkt hat und welche Trends sich für 2010 abzeichnen. Dabei hat sich herausgestellt, dass mehr als die Hälfte der Befragten im vergangenen Jahr höhere Gehälter kassiert hat.

Während mehr als die Hälfte aller Befragten (52,8 Prozent, davon 47,9% aus EMEA) nach eigener Angabe eine Gehaltserhöhung erhalten hat, mussten knapp 11 bzw. 9,8 Prozent (EMEA) auf Teile ihres Gehalts verzichten. Der Anteil der Sicherheitsexperten, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, bewegt sich knapp unter fünf Prozent (4,1% in EMEA).

Der Stellenmarkt soll sich laut der Studie in 2010 positiv entwickeln. Von über 800 befragten Sicherheitsmanagern will über die Hälfte weitere Stellen fest oder befristet besetzten. Davon haben 40 Prozent (28,2% in EMEA) in diesem Jahr mindestens drei Stellen zu vergeben. Eine deutliche Steigerung, denn 2008 wollten 43 Prozent der Personalverantwortlichen in EMEA zusätzliche Stellen ausschreiben, 11 Prozent davon hatten drei und mehr Stellen zu vergeben.

Über 90 Prozent aller Personalverantwortlichen sehen eine große Herausforderung darin, qualifizierte und erfahrene Kandidaten für die zu besetzenden Stellen zu finden. In den EMEA-Ländern gibt es einen Bedarf an IT-Sicherheitsexperten, die auf den folgenden Gebieten Qualifikationen nachweisen sollten: Operations Security, Datenschutz, Security Management, Telekommunikations- und Netzwerk-Security sowie ISO/IEC 17799.

Auswirkungen der Wirtschaftskrise

Etwa 54 Prozent (50,8%) aller Befragten glauben, dass es 2010 keine weiteren Personalkürzungen oder Entlassungen geben wird. Immerhin befürchtet noch ein Fünftel der Umfrageteilnehmer (21,6% in EMEA), dass es 2010 zu Kürzungsmaßnahmen im Personalbereich kommt.

Im vergangenen Jahr mussten Sicherheitsverantwortliche allerdings Einschnitte beim Sicherheitsbudget hinnehmen: Etwa die Hälfte hat angegeben, dass die Budgets entweder signifikant oder zumindest „etwas“ gekürzt worden sei. Eine ähnlich hohe Anzahl der Befragten erwartet für 2010 aber keine weiteren Kürzungen.

Ein knappes Drittel der Studienteilnehmer aus EMEA ist davon überzeugt, dass die wirtschaftliche Krise das Sicherheitsrisiko für Unternehmen erhöht. Dabei sehen 53,5 Prozent der Befragten die eigenen Mitarbeiter als größtes Sicherheitsrisiko, während 31,3 Prozent externe Angriffe durch Hacker als höchstes Risiko ansehen.

Interessierte können die Ergebnisse der (ISC)² Career Impact Studie 2010 (PDF, 76 KB) auf der Website des Zertifizierungsanbieters einsehen. Auf Security-Insider.de finden Sie bei Bedarf aktuelle Stellenangebote im IT-Bereich.

Im Rahmen der Karriere-, Gehalts- und Arbeitsmarktstudie wurden 3.000 IT-Sicherheitsexperten aus über 80 Ländern befragt. Von den 600 Umfrageteilnehmern aus Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) arbeiten 45 in Deutschland. Die Mehrzahl der Befragten ist in Behörden beschäftigt, gefolgt von IT-, Dienstleistungs- und Telekommunikationsunternehmen sowie Banken. Ein Großteil der Befragten ist hochqualifiziert, 95 Prozent dürfen sich als (ISC)²-zertifizierte Certified Information Systems Security Professionals (CISSPs) ausweisen.

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