IT-Sicherheit am Arbeitsplatz

Guter Vorsatz: Bessere Passwörter nutzen

| Redakteur: Peter Schmitz

Jeder Dritte nutzt nur ein Passwort für mehrere Dienste und riskiert damit seine Sicherheit. Der Bitkom gibt deshalb Hinweise zum besseren Schutz gegen Cyberkriminelle.
Jeder Dritte nutzt nur ein Passwort für mehrere Dienste und riskiert damit seine Sicherheit. Der Bitkom gibt deshalb Hinweise zum besseren Schutz gegen Cyberkriminelle. (Bild: Pixabay / CC0)

Gute Vorsätze gelten meist als erstes „Opfer“ des neuen Jahres, aber gerade im Büroalltag kann es sich aus Security-Sicht lohnen standhaft zu bleiben. Fünf einfache Security-Tipps helfen die digitale Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen.

„hallo“ oder „123456“ – bei der Wahl ihrer Passwörter vertrauen viele Menschen auf einfache Kombinationen. Jeder dritte Internetnutzer (32 Prozent) in Deutschland gibt außerdem an, dass er für mehrere Online-Dienste das gleiche Passwort nutzt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.017 Internetnutzern in Deutschland. „Wer sich auf ein einziges Passwort für verschiedene Online-Dienste verlässt, macht es Cyberkriminellen sehr einfach“, sagt Dr. Nabil Alsabah, Bitkom-Experte für IT-Sicherheit. „Wenn dieses Passwort einmal in falsche Hände gerät, ist die gesamte digitale Identität eines Nutzers gefährdet.“ Immerhin fast zwei von drei Internetnutzern (64 Prozent) setzen auf mehr als ein Passwort für verschiedene Online-Dienste. Einen perfekten Schutz vor Cyberkriminellen bieten auch die längsten Passwörter nicht. Doch wer folgende Hinweise beachtet, erschwert Cyberattacken deutlich:

1. Komplexe Passwörter nutzen

Je komplexer das Passwort, desto höher der Schutz. Trotzdem werden im Alltag oft simple Passwörter genutzt. Mit einem Trick lassen sich auch schwierige Passwörter leicht merken, indem clevere Eselsbrücken eingesetzt werden. Um Passwörter mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu generieren, werden dafür die Anfangsbuchstaben von ausgedachten Sätzen genommen, etwa: „Mein Verein gewann das entscheidende Spiel mit 3 zu 2!" Daraus lässt sich ein sicheres und gut zu merkendes Passwort erstellen: „MVgdeSm3z2!“.

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2. Der Passwort-Manager als Kennwort-Tresor

Passwort-Manager speichern alle genutzten Kennwörter in einer verschlüsselten Datei. Nutzer müssen sich nur noch ein Passwort merken, das Master-Passwort. Dieses Passwort sollte höchste Standards erfüllen. Einmal eingegeben, erlangt man Zugang zu allen gespeicherten Kennwörtern. Einige Programme bieten sogar die Möglichkeit, nicht nur Passwörter, sondern auch die dazugehörigen Benutzernamen zu speichern. Auf Wunsch füllen die Programme die abgefragten Felder beim Login automatisch aus.

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01.02.17 - Programme zur Kennwortverwaltung sind praktisch und nehmen dem Anwender das Merken langer Zeichenkombinationen ab. Passwort-Manager gehören inzwischen ins Arsenal von IT-Profis. In diesem Artikel stellen wir mehrere Lösungen vor. Neben Cloud-basierten Applikationen und lokal installierten Managern zeigen wir drei Lösungen, die Kennwörter nicht speichern sondern bei Bedarf berechnen. lesen

3. Doppelte Sicherheitsstufe

Einige Dienste bieten mittlerweile Multi-Faktor-Authentifizierungen an. Das bedeutet, dass der Nutzer mehr als eine Sicherheitsabfrage beantworten muss, um auf einen Account zuzugreifen. Dazu erhält man nach der Passwortabfrage beispielsweise eine SMS auf das Mobiltelefon mit einem Code. Parallel erscheint ein Feld, das den übermittelten Code abfragt.

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15.11.17 - Die Kombination aus Benutzername und Passwort ist längst nicht mehr ausreichend, wenn es um die sichere Anmeldung im IT-Netzwerk geht. Um das Sicherheitsniveau zu erhöhen und Angreifern die Nutzung gestohlener Zugangsdaten zu erschweren, raten Experten zur Multi-Faktor-Authentifizierung. Doch worauf sollten Unternehmen vor der Anschaffung einer solchen Lösung achten? lesen

4. Updates, Updates, Updates

Ohne einen aktuellen Virenscanner kann es sehr gefährlich sein, sich im Internet zu bewegen – gleich ob per Desktop-Computer oder Smartphone. Umso wichtiger ist es, die Virensoftware immer aktuell zu halten. Nutzer sollten die Update-Hinweise ihrer Virensoftware ernst nehmen. Gleiches gilt für das Betriebssystem, den Browser, Add-Ons und die anderen Programme.

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25.08.17 - Ein PC soll die Arbeit erleichtern und beschleunigen. Aber immer mehr Zeit geht dafür drauf, Datensicherungen anzufertigen, Schadsoftware und Hacker abzuwehren, Produkt-Updates zu installieren oder einen langsamen Computer wieder zu optimieren; kurzum, das System „arbeitsfähig“ zu halten. Der Kaspersky Software Updater soll etwas freie Zeit zurückgeben, wir haben ihn uns angeschaut. lesen

5. Phishing vorbeugen: Vorsicht bei dubiosen Mails

Beim Phishing verschicken Betrüger gefälschte Mails mit Links zu Online-Händlern, Bezahldiensten, Paketdiensten oder sozialen Netzwerken. Dort geben die Opfer dann nichtsahnend ihre persönlichen Daten preis. Häufig holt sich aber auch ein unerkannter Trojaner diese vertraulichen Informationen. Cyberkriminelle wollen so vor allem an die Identität der Opfer in Kombination mit den zugehörigen Zugangsdaten zu Online-Banking oder anderen Diensten kommen. Oberstes Gebot: den gesunden Menschenverstand nutzen. Banken und andere Unternehmen bitten ihre Kunden nie per E-Mail, vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Diese Mails sind am besten sofort zu löschen. Das Gleiche gilt für E-Mails mit unbekanntem Dateianhang oder verdächtigen Anfragen in sozialen Netzwerken.

Praxistipps für Mitarbeiter gegen Spam und Phishing

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15.12.17 - Ähnlich wie beim Erste-Hilfe-Kurs sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter auch regelmäßig zu Spam- und Phishing-Thematiken schulen, um den Mitarbeiter als schwächstes Glied in der Verteidigungskette zu stärken. Dabei ist die Technik selbst oft ein Problem, denn Je effektiver Spam-Filter und Anti-Phishing-Routinen arbeiten, desto seltener muss der Mitarbeiter sich selbst Gedanken machen, ob er gerade das Ziel einer Phishingattacke ist. lesen

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research durchgeführt hat. Dabei wurden 1.017 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellung lautete: „Nutzen Sie für mehrere Online-Dienste das gleiche Passwort, also z.B. für Ihren Zugang zu E-Mails, zu einem sozialen Netzwerk oder zum Konto beim Online-Shopping?“

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