Darmstädter Kommuniqué

Hessen gründet runden Tisch Cybersicherheit@Hessen

| Autor: Manfred Klein

Die Unterzeichner des Darmstädter Kommuniqués
Die Unterzeichner des Darmstädter Kommuniqués (Bild: mk)

Das Land Hessen hat mit Partnern aus der Forschung beschlossen, einen Runden Tisch zur Förderung der Cybersicherheit sowie zum Erhalt der wirtschaftlichen und wissen­schaftlichen Spitzenstellung zu gründen. Auf dem Cybersecurity-Gipfel in Frankfurt/M. haben die Partner ein entsprechendes Kommuniqué unterzeichnet.

In dem Darmstädter Kommuniqué zur Konstituierung des Rundes Tisches „Cybersicherheit@Hessen“ heißt es: „Wir, die Partner TU Darmstadt, Fraunhofer SIT und Fraunhofer IGD und die Hochschule Darmstadt des Bund-Land-geförderten Center for Research in Security and Privacy (CRISP) Darmstadt und das Land Hessen , vertreten durch das Hessische Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), haben beschlossen, einen gemeinsamen Runden Tisch „Cybersicherheit@Hessen“ zu etabalieren. Er soll die bewährte Verknüpfung von Spitzenforschung und Anwendungen mit einem Schwerpunkt im Bereich eGovernment und einem Schwerpunkt auf Security at Large für Kritische Infrastrukturen (KRITIS) in Hessen vertiefen und die Cybersicherheit weiter voranbringen.“

Im Einzelnen verpflichten sich die Unterzeichner zu folgenden Zielen und Maßnahmen:

  • Etablierung von „Security–at-Large“ als zentrales Thema in Politik und Verwaltung des Landes Hessen
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Cybersicherheit Kritischer Infrastrukturen in Hessen
  • Erhöhung der Sensibilität für cybersicherheitsbezogene Herausforderungen (Awareness)
  • Impulse für die anwendungsorientierte Cybersicherheitsforschung zum praktischen Nutzen von Bürgern, Unternehmen und der Landesverwaltung
  • Förderung und Umsetzung von Spitzenforschungsergebnissen der Cybersicherheit in der Praxis
  • Stärkung der Sichtbarkeit der Cybersicherheitsforschung in Hessen
  • Weiterentwicklung der Cybersicherheitsstrategie des Landes Hessen
  • Begleitung und Diskussion aktueller Entwicklungen
  • Einbeziehung weiterer Ressorts und Bedarfe

Angesichts der steigenden Zahl von Angriffen im Cyberraum hatte der Hessische Innenminister Peter Beuth schon in seiner Begrüßungsrede auf dem des ersten hessischen Cybersicherheitsgipfels in Frankfurt eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden, Forschung, IT-Dienstleistern und der Landesverwaltung gefordert.

„Es muss unser gemeinsames Ziel sein, dass das Vertrauen in die Integrität und Verlässlichkeit der digitalen Welt, von der wir mehr und mehr abhängen, nicht nur bewahrt, sondern auch weiterentwickelt wird. Diese Form der übergreifenden Zusammenarbeit unterstreicht dabei einmal mehr: Cybersicherheit ist eine Gemeinschaftsleistung – und nur als solche kann sie auch langfristig erfolgreich sein. Deshalb brauchen wir ein starkes Programm Cybersicherheit@Hessen“, so Innenminister Peter Beuth.

Der erste Cybersicherheitsgipfel Hessen sei das Resultat einer vielfältigen gemeinsamen Anstrengung und von Maßnahmen für einen freien und sicheren Cyberraum. Cyber-Sicherheit werde immer mehr zu einem Grundpfeiler der öffentlichen Sicherheit in Deutschland.

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