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Enterprise-Modelle der Laserjet 500er-Serie HP setzt bei Druckern auf Sicherheit

| Autor / Redakteur: Klaus Länger / Stephan Augsten

Moderne Drucker und Multifunktionsgeräte verfügen heute über leistungsfähige Prozessoren und Betriebssysteme. Das macht sie zum Angriffsziel im Netzwerk. HP führt mit den drei neuen Enterprise-Laserjets der 500er-Serie deshalb neuen Sicherheitsfunktionen ein.

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HP hat die Enterprise-Laserdrucker und MFPs der 500er-Serie mit einer Reihe neuer Sicherheitsfunktionen ausgestattet.
HP hat die Enterprise-Laserdrucker und MFPs der 500er-Serie mit einer Reihe neuer Sicherheitsfunktionen ausgestattet.
(Bild: HP)

Die Zeiten, zu denen Bürodrucker nur „dumme” Ausgabegeräte waren, sind längst vorbei. Moderne Drucker und speziell Multifunktionsgeräte (MFPs) sind mit starken Prozessoren ausgestattet, deren Leistung der von älteren PCs kaum nachsteht. Und auch die Betriebssysteme werden immer umfangreicher und zudem programmierbar.

Da Bürodrucker auch noch ins Firmennetzwerk eingebunden sind, Internet-Zugriff haben und MFPs gescannte Dokumente auch auf Servern ablegen können, macht sie das zu potenziellen Einfallstoren für Angriffe auf die Firmen-IT. HP setzt diesen Bedrohungen bei den gerade vorgestellten Laserjet-Enterprise-Geräten der 500er-Serie eine Reihe neuer Sicherheitsfunktionen entgegen, mit denen mögliche Angriffe auf Firm- und Software der Drucker und MFPs blockiert werden können.

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Die erste dieser Funktionen ist HP Sure Start und funktioniert analog zur gleichnamigen Technik bei neueren HP-PCs: Beim Einschalten des Druckers oder MFPs überprüft Sure Start, ob das BIOS kompromittiert ist und lädt im Notfall eine sichere BIOS-Kopie, die nicht verändert werden kann.

Die Firmware, also das Betriebssystem des Druckers, wird durch das sogenannte Whitelisting geschützt. Hier werden alle Firmware-Komponenten beim Aufruf überprüft und erst in den Speicher geladen, wenn sicher ist, dass sie nicht verändert wurden.

Eine weitere Sicherheitsstufe, die Run-Time Intrusion Detection sucht nach Unstimmigkeiten bei Speicheroperationen. Wird ein möglicher Angriff entdeckt, dann erfolgt ein Reboot in einen sicheren Offline-Modus und der Administrator wird benachrichtigt. Der HP JetAdvantage Security Manager dient als Schnittstelle zu den Sicherheitsfunktionen.

Sicheres Drucken

Mit Pin Print und Job Storage hat HP zwei kostenlose Funktionen integriert, die sicherstellen, dass vertrauliche Ausdrucke nicht in die falschen Hände gelangen. Bei Pin Print wird die Druckdatei verschlüsselt auf der internen Festplatte der Geräte abgelegt, bei Job Storage auf einem Cloud-Speicher von HP.

Voraussetzung ist dabei ein Gerät mit Touchscreen. In jedem Fall wird die Druckdatei erst nach einer Authentifizierung mittels Pin oder Password am Gerät ausgedruckt. Der Vorteil der Cloud-Lösung liegt darin, dass der Ausdruck an einem beliebigen Gerät stattfinden kann.

Alternativ können die MFPs und Drucker mit einem Smart-Card-Reader ausgerüstet werden, wenn eine andere Secure-Print-Lösung im Unternehmen genutzt wird.

Kleiner, schneller und sparsamer

Die Geräte der 500er-Serie nutzen die bereits im April vorgestellte Jetintelligence-Drucktechnologie mit einem neu entwickelten Toner für die Farbkartuschen. Die Tonerpartikel senken den Energieverbrauch und erhöhen gleichzeitig die Reichweite, da kaum Resttoner in den Kassetten verbleibt. Mit den neuen Enterprise-Druckern bringt HP nun auch einen verbesserten schwarzen Toner.

Eine weitere Senkung der Leistungsaufnahme erreicht HP nach eigener Aussage durch eine intelligente Steuerung der Fixier-Einheit. Bei jeder Seite wird der Deckungsgrad des Toners errechnet und die Fixier-Einheit nur soweit aufgeheizt, wie nötig. Laut HP sind die neuen Enterprise-Modelle im Schnitt um 26 Prozent kleiner, um 36 Prozent schneller und um 27 Prozent sparsamer beim Energieverbrauch, als ihre direkten Vorgänger.

Die neuen Enterprise-Modelle im Detail

Das Top-Modell der für Arbeitsgruppen mit zehn bis 25 Nutzern konzipierten Enterprise-500-Serie ist der Laserjet Enterprise MFP M577. Er ist als M577dn ohne und als M577f beziehungsweise M577c mit Faxfunktion lieferbar. WLAN und NFC-Modul sind optionale Extras.

Im c-Modell mit Flow-Funktion ist ein ausziehbares Keyboard eingebaut. Es dient zur Dateneingabe bei der Erfassung von Dokumenten mit der Scan-Einheit. So ist für diese Tätigkeit kein PC notwendig. Der Scanner kann im Einzug-Modus die Vorder- und Rückseite eines Dokuments gleichzeitig erfassen. Ein praktisches Detail ist das randlose Vorlagenglas.

Alle drei Modelle beherrschen Duplex-Druck in Farbe mit bis zu 38 Seiten pro Minute. Besonders schnell ist laut HP der Druck der ersten Seite aus dem stromsparenden Sleep-Modus: Das Gerät benötigt dafür nur 8,6 Sekunden. Das im Vergleich zum Vorgänger kompaktere Druckwerk machte ein große Papierschublade möglich, die 550 Blatt fasst. Mit zusätzlichen Papierschächten kann der Papiervorrat auf bis zu 2.300 Blatt erweitert werden.

An Käufer, die einen Enterprise-MFP ohne Farbdruck benötigen, wendet sich der LaserJet Enterprise MFP M527. Er ist noch etwas kompakter als der M577, da ja nur eine Tonerkartusche im Gehäuse Platz finden muss. Bei einseitig bedruckten Dokumenten liefert er bis zu 43 A4-Seiten pro Minute, bei Duplex-Druck bis zu 34 Seiten. Die Ausstattungsvarianten entsprechen dem M577.

Ein reiner Drucker ist der LaserJet Enterprise M506. Er verwendet dasselbe Druckwerk wie der MFP M527 und ist in zwei Versionen erhältlich: Als M506x für 679 Euro (UVP) mit zwei Papierkassetten und Touchscreen sowie als M506dn für 499 Euro (UVP) ohne Touchscreen und mit nur einer Papierschublade.

Für die MFPs hat HP noch keine Preise kommuniziert.

(ID:43629051)

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 Klaus Länger

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