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HVD | Holographic Versatile Disk

Redakteur: Gerald Viola

Holographic Versatile Disk (HVD) ist ein holografisches Speicherformat, das genau wie eine DVD aussieht, jedoch weitaus mehr Daten speichern kann. HVD-Prototypen erreichen eine Kapazität

Holographic Versatile Disk (HVD) ist ein holografisches Speicherformat, das genau wie eine DVD aussieht, jedoch weitaus mehr Daten speichern kann. HVD-Prototypen erreichen eine Kapazität von 3,9 Terabytes (TByte) sowie eine Transferrate von 1 Gigabit pro Sekunde (1 Gbit/s). Mit dieser Kapazität kann eine HVD genauso viel Informationen speichern wie 830 DVDs oder 160 Blu-Ray-Discs.

Um die Kapazität zu steigern, nutzt der holografischer Speicher Laserstrahlen. Digitale Daten werden dreidimensional gespeichert, statt zweidimensional wie bei CDs und DVDs. HVD ist im Wesentlichen eine holografische Schicht, die auf einer konventionellen Disk aufgetragen wird. Die HVD nutzt einen blau-grünen Laserstrahl zum Lesen und Schreiben der Daten sowie einen roten Laserstrahl als Stell- und Richtsystem.

Bei der Aufnahme wird der Laserstrahl in zwei Strahlen aufgeteilt. Ein Strahl durchläuft einen sogenannten Raumlichtmodulator (Spatial Light Modulator – SLM) und wird mit dem direkten Strahl kombiniert, um ein Hologramm auf dem physikalischen Medium zu erzeugen. Um die Daten zu lesen, wird ein zweiter 532-nm-Laser auf das Hologramm gerichtet. Das daraus resultierende Bild gibt die ursprünglich aufgenommenen Daten optisch wieder. Ein lichtempfindlicher Halbleiter konvertiert diese optischen Daten in die ursprünglichen digitalen Daten.

Eigentlich sollten die ersten funktionsfähigen HVD-Systeme für Unternehmensnetzwerke 2006 ausgeliefert werden und 2008 HVD-Medien wie Laufwerke für Verbraucher zur Verfügung stehen. Aber so wie es aussieht hat die HVD-Technik noch einige Entwicklungssprünge nötig.

Die Mitglieder der HVD-Alliance sind unter anderem Fujifilm, Konica Minolta und Mitsubishi.

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