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Die Twin-Core-Strategie

Hybrid Clouds sind zukunftsfähig und sicher

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Die Herausforderung für IT-Entscheider

Die Mehrheit der IT-Entscheider wünscht sich die vollumfängliche Kontrolle über die Cloud-Struktur und sieht dies als das wesentliche Kriterium bei der Entscheidung für oder wider eine Hybrid Cloud (IDC-Studie „Hybrid Clouds in Deutschland 2014“). Solche Forderungen sind leicht nachvollziehbar, denn besonders beim Einsatz mehrerer Cloud-Lösungen teilweise verschiedener Anbieter – sogenannten Multi-Cloud-Umgebungen – verliert man schnell die Übersicht.

Dr. Ferri Abolhassan: "Selbst die Komplexität der hybriden Datenwolke ist durch die richtigen Tools beherrschbar."
Dr. Ferri Abolhassan: "Selbst die Komplexität der hybriden Datenwolke ist durch die richtigen Tools beherrschbar."
(Bild: T-Systems)

Entscheiden Fachabteilungen auf eigene Faust, Software einzukaufen, und nutzen Service-Modelle aus mehreren Clouds, entsteht schnell eine Schatten-IT. In diesem Fall geht der klare Aufbau der IT verloren, was zu mehreren Schwierigkeiten führt: Auf der einen Seite entstehen unnötige Kosten – etwa wenn zwei Abteilungen ein und denselben Service doppelt einkaufen. Auf der anderen Seite steigt die Anfälligkeit für Störungen und Sicherheitslücken, beispielsweise wenn Abteilungen IT-Ressourcen ohne Absprache beanspruchen.

Zur Lösung bieten sich Management-Tools an, über die sich auch hybride sowie Multi-Cloud-Umgebungen verwalten lassen. Daten und Workloads können den Anforderungen entsprechend in der jeweils „richtigen“ Wolke gespeichert und bereitgestellt werden. Auch klare und eindeutige Reportings sowie Abrechnungen lassen sich genau erstellen und zuordnen.

Damit eine strukturierte Rollen- und Rechteverteilung für die Cloud-Umgebung möglich wird, müssen zudem anfallende Daten und notwendige Berechtigungen klar definiert sowie den Aufgaben und Anforderungen entsprechend zuzuordnen sein: Den Bedingungen, unter denen Speicher-, Zugriffs- sowie Analyseberechtigungen erteilt und gemanagt werden, müssen eindeutige Service Level Agreements (SLA) vorausgehen – eine klare Aufgabe für CIOs und IT-Entscheider. Gleichzeitig sind die Compliance-Regeln des Unternehmens einzuhalten.

Mein Fazit

Die Anforderungen an die IT-Infrastruktur von Unternehmen sind durch die zunehmende Digitalisierung deutlich gestiegen. Sie muss modern, kosteneffizient, flexibel skalierbar, hoch verfügbar und sicher sein. Die Hybrid Cloud vereinigt diese Vorteile: hohe Sicherheitsstandards sowie Hochverfügbarkeit durch gespiegelte Serverlandschaften und redundante Rechenzentren – Stichwort: Twin-Core-Technologie – in der Private Cloud, gepaart mit größtmöglicher Flexibilität bei der Bereitstellung weiterer IT-Ressourcen in der Public Cloud.

Unabdingbar für Hybrid Clouds: Das Software Definend Datacenter - das Schabild zeigt Einsatz und Planung in Deutschland; N= 160 (Unternehmen, die Cloud Services nutzen, einführen oder planen).
Unabdingbar für Hybrid Clouds: Das Software Definend Datacenter - das Schabild zeigt Einsatz und Planung in Deutschland; N= 160 (Unternehmen, die Cloud Services nutzen, einführen oder planen).
(Bild: IDC, 2014; „Hybrid Clouds in Deutschland 2014“)

Selbst die Komplexität der hybriden Datenwolke ist durch die richtigen Tools beherrschbar. Gleichzeitig sind die Chancen und Erweiterungsmöglichkeiten des Modells geradezu grenzenlos: Je nach Bedarf können Unternehmen ihre IT-Struktur an die jeweiligen Anforderungen angleichen.

Die Kosten behalten Unternehmen dabei deutlich besser im Blick. Die Hybrid Cloud ermöglicht somit, was Private und Public Cloud alleine nicht schaffen: Eine IT-Infrastruktur, die alle Anforderungen der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts – sowohl an Kosteneffizienz, Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit als auch Verlässlichkeit und Sicherheit – erfüllt und somit die Grundlage für weiteres digitales Wachstum legt.

* Dr. Ferri Abolhassan ist der Geschäftsführer T-Systems International GmbH und verantwortlich für die IT Division.

(ID:43755310)