Mining-Malware

In Google GO geschriebener Linux-Trojaner entdeckt

| Redakteur: Peter Schmitz

Der Linux-Trojaner Linux.Lady.1 installiert eine Mining-Malware für Kryptowährungen. Die so geminten Gelder werden automatisch auf das Konto der Angreifer transferiert.
Der Linux-Trojaner Linux.Lady.1 installiert eine Mining-Malware für Kryptowährungen. Die so geminten Gelder werden automatisch auf das Konto der Angreifer transferiert. (Bild: Doctor Web)

Die Sicherheitsanalysten von Doctor Web haben einen neuen Linux-Trojaner entdeckt, der Mining-Malware für Kryptowährungen auf dem infizierten PC startet. Der Trojaner ist in Googles Programmiersprache GO geschrieben, was ihn so außergewöhnlich macht.

Der Trojaner Linux.Lady.1 ist in der Lage, externe IP-Adressen von infizierten Rechnern zu bestimmen, Rechner gezielt anzugreifen sowie Mining-Malware für Kryptowährungen herunterzuladen und zu starten. Linux.Lady.1 ist in Googles Programmiersprache Go geschrieben, was für einen Trojaner dieser Art eine Seltenheit darstellt und ihn schwieriger auffindbar macht. In seiner Architektur nutzt er vielfältige Bibliotheken, die auf GitHub verfügbar sind.

Nach dem Start von Linux.Lady.1 übermittelt er die Versionsdaten des installierten Betriebssystems Linux, die Anzahl der Prozessoren und gestarteten Prozesse an den Remote-Server der Cyber-Kriminellen. Von diesem Server erhält der Trojaner eine Konfigurationsdatei, durch die eine Mining-Malware für Kryptowährungen installiert und gestartet wird. Auf diese Weise werden die geminten Gelder auf das Konto der Angreifer transferiert.

Über spezielle Webseiten bestimmt Linux.Lady.1 eine externe IP-Adresse um andere Rechner gezielt anzugreifen. Der Trojaner versucht zunächst eine Verbindung zum Port herzustellen und greift dann auf den Redis (remote dictionary server) zu. Bei fehlerhafter Konfiguration durch den Systemadministrator - also wenn kein Passwort eingerichtet ist - gelingt dieser Versuch. Nach erfolgreicher Verbindung schreibt der Trojaner im cron eines Remote-Rechners ein Skript ein, welches von Dr.Web Antivirus als Linux.DownLoader.196 erkannt wird. Dieses Skript lädt dann Linux.Lady.1 herunter und installiert ihn auf dem infizierten Rechner. Anschließend fügt der Trojaner einen neuen Schlüssel zum Verbindungsaufbau via SSH in die Liste der autorisierten Schlüssel ein.

Die Antivirensoftware von Doctor Web entdeckt und löscht Linux.Lady.1 nach eigenen Angaben.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44242972 / Malware)