Malware-Grundlagen – Teil 1

Unerwünschte Eindringlinge abwehren

25.01.2007 | Redakteur: Peter Schmitz

In diesem ersten Grundlagenartikel zum Thema Malware geht es darum, wie man den Rechner vor Infektionen schützt – denn wer sein System sauber hält, der muss es gar nicht erst reinigen. Wie letzteres funktioniert, beschreibt der zweite Teil dieser Serie.

Der Begriff Malware kommt aus dem englischen und ist ein Kunstwort, zusammengesetzt aus malicious Software – also schädliche Computerprogramme. Und davon gibt es viele verschiedene Arten. Eine Software wird als Malware bezeichnet, wenn sie offensichtlich oder auch getarnt Funktionen ausführt, die vom Anwender nicht erwünscht sind.

Diese Funktionen können destruktiver Art sein (Viren, Würmer) oder sich geschickt verstecken (Backdoor, Rootkit, Trojanisches Pferd). Es gibt aber auch Malware, die den Rechner nicht direkt schädigt, jedoch ohne Wissen des Users mehr oder weniger schützenswerte Informationen abgreift und weiterleitet (Spyware).

Unsicherheitsfaktor Mensch

Was man sich erst gar nicht einfängt, braucht man später auch nicht entfernen. Insofern steht der Schutz vor Malware ganz oben auf der Prioritätenliste. Dabei sind zwei Schutzinstanzen von ähnlicher Wichtigkeit: Ein aktueller Virenscanner mit Echtzeitschutz und tagesaktueller Signatur-Datenbank sowie ein wachsamer Nutzer.

Die größte Gefahrenquelle ist nämlich tatsächlich der User, der sich folgende Fragen öfter stellen sollte:

  • Muss ich jede Software installieren, die auf den CD-/DVD-Covermounts diverser Zeitschriften zu finden ist?
  • Muss ich auf den OK-Button des Fensters klicken, das mich dazu auffordert damit ich erfahre, wo ich meinen gewonnenen 320er BMW abholen kann – obwohl ich nirgendwo mitgespielt habe?
  • Muss ich wirklich auf irgendeiner Seite mit überwiegend kyrillischen Schriftzeichen nach dem Freischaltkey einer coolen Shareware suchen oder doch besser die 19 Dollar für eine ordentliche Registrierung ausgeben?

Diese Beispiele ließen sich beinahe beliebig fortsetzen.

Immer auf dem neuesten Stand

Eine Voraussetzung für ein langfristig sauberes System ist die vernünftige Benutzung und Pflege desselben. So sollten der Virenscanner mit Echtzeitschutz und seine Signatur-Datenbank immer auf dem neuesten Stand sein. Gleiches gilt für das Betriebssystem und die darauf installieren Programme, insbesondere Mail-Clients und Webbrowser.

Ideal ist es, wenn der Virenscanner auch einen heuristischen Modus mitbringt, um mit einer zwar geringen, aber dennoch vorhandenen Wahrscheinlichkeit auch solche Viren zu erkennen, für die es noch keine Signaturen gibt.

Zusätzlich zum Virenscanner empfiehlt sich ein Anti-Spyware-Programm empfehlenswert, da Anti-Virus-Engines bei Spyware meist nur mangelhafte Schutzmechanismen bieten.

Allerdings ist auch die beste Software-Kombination machtlos, wenn der Anwender das System selbst überlistet: Vor allem bei ausführbaren Programmen sollte der User die Quelle verifizieren und keinesfalls aus purer Neugierde ein unbekanntes Tool installieren.

Seite 2: Besondere Vorsicht im Internet

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