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Industrie 4.0 – verliert Deutschland den Anschluss?

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Begriff „Industrie 4.0“ verleitet zur Selbsttäuschung

Nicht zuletzt verleite der viel benutzte Begriff Industrie 4.0 zur Selbsttäuschung. Denn der Name sei schon von Anfang an politisch gewählt gewesen. Bei der Begriffswahl habe der damals oft zitierte Ausdruck des „Web 2.0“ eine bedeutende Rolle gespielt. Industrie 4.0 suggeriere einen Vorsprung, der nicht vorhanden sei.

So hätten sich die Chinesen bereits sehr früh mit den Möglichkeiten von IPv6 auseinandergesetzt. Der Grund dafür sei gewesen, dass China bei der Verteilung der alten IP-Adressen nach dem IPv4-Standard weitgehend leer ausgegangen sei, da die IP-Adressen von den Amerikanern verteilt worden seien.

Mit IPv6 sei eine große Menge Adressraum für Smartwatches, Datenbrillen und intelligente Maschinenteile vorhanden, sagte Westerfeld: „Die Chinesen kennen sich sehr gut damit aus!“

Der ehemalige Staatssekretär warb darüber hinaus für mehr Mut bei den Unternehmen, Themen wie Cloud Computing und Big Data anzugehen. Big Data verspreche eine großen volkswirtschaftlichen Nutzen in Bezug auf Verkehrsplanung, Energieversorgung und Umweltschutz. Und: „Wer heute nicht Cloud Computing macht, der ist von gestern.“ Hier sei insbesondere der Online-Handelskonzern Amazon führend.

Natürlich gebe es beim Cloud Computing rechtliche Fragen, gestand Westerfeld ein. Diese seien jedoch in dem Praxishandbuch „Rechtsfragen des Cloud Computing“ von Fabian Niemann erschöpfend behandelt, eventuell vorhandene Bedenken würden dadurch entkräftet.

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