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Starke Authentifizierung auf dem Chip Intel-Chipsatz mit integrierten OTP-Credentials von Symantec

| Redakteur: Stephan Augsten

Symantec und Intel arbeiten gemeinsam an einem Chipsatz zur starken Authentifizierung. Zum Einsatz kommt dabei jene Einmal-Passwort-Technik, die Symantec im vergangenen Jahr von Verisign gekauft hat. Anwender benötigen auf entsprechend geschützten Webseiten also keinen Security-Token mehr, da der PC als solcher fungiert.

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Durch neue Chipsätze soll der PC als Security-Token fungieren.
Durch neue Chipsätze soll der PC als Security-Token fungieren.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit Identity Protection Technology (IPT) wird Intel eine Authentifizierungstechnik direkt in die Chipsätze ausgewählter PCs mit Intel Core-Prozessoren der zweiten Generation integrieren. IPT fungiert laut Intel als zusätzliche Sicherheitsschicht, die die digitale Identität mit dem Endnutzer-PC verknüpft.

Als Grundlage dient dabei Verisign Identity Protection (VIP), ein One-Time-Password-Ansatz, der mittlerweile Symantec gehört. Gemeinsam sollen IPT und VIP nicht autorisierte Zugriffe auf wichtige persönliche Konten verhindern.

Vor dem Hintergrund der ursprünglichen Verisign-Taktik sind damit vorrangig Webanwendungen und -Konten gemeint. Durch die Integration auf dem Chip sind aber weitere Szenarien wie beispielsweise ein zusätzlich gesicherter VPN-Zugang denkbar. Der entsprechende Berechtigungsnachweis (Credential) wird direkt in den Intel-Chipsatz eingebettet.

Demzufolge benötigen Anwender, die sich bei VIP-gesicherten Webseiten oder Diensten einloggen möchten, keinen eigenen Token mehr. Letztlich soll die Chip-basierende Variante den VIP-Nutzern das gleiche Sicherheitsniveau bieten wie die Verwendung von Hardware-Token.

Die Hersteller versprechen sich von ihrer Entwicklung jedoch insbesondere Vorteile für Unternehmen, da keine Credentials mehr erworben, ersetzt oder heruntergeladen werden müssen. Wie reibungslos die Integration und infolgedessen die Login-Prozesse mit den neuen Intel-Chipsätzen funktionieren, wird sich im März 2011 zeigen. Dann sollen erste Systeme mit Intel IPT inklusive VIP-Credentials zur Zwei-Faktor-Authentifizierung erhältlich sein.

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