Risikobewusstsein

Internet-Nutzer im Unternehmen missachten Sicherheitsregeln

| Redakteur: Stephan Augsten

Obwohl viele Anwender wissen, dass man E-Mails unbekannter Herkunft nicht öffnen sollte, tun sie es trotzdem.
Obwohl viele Anwender wissen, dass man E-Mails unbekannter Herkunft nicht öffnen sollte, tun sie es trotzdem. (Bild: Archiv)

Wie sieht es mit dem Risikobewusstsein der geschäftlichen Internet-Nutzer aus? Diese Frage stand bei einer Studie des Sicherheitsanbieters Blue Coat im Mittelpunkt. Dabei stellte sich heraus, dass die Anwender durchaus wissen, wie sie sich im Web zu verhalten haben. Doch sie verstoßen bewusst gegen bestehende Verhaltensregeln.

Im Auftrag von Blue Coat Systems haben die Marktforscher von Vanson Bourne weltweit 1.580 Arbeitnehmer zur Internet-Nutzung am Arbeitsplatz befragt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die IT-Mitarbeiter die stetig zunehmenden Cyber-Bedrohungen kennen. Doch wider besseren Wissens missachten sie einfachste Sicherheitsrichtlinien.

64 Prozent der Befragten wissen beispielsweise, dass es gefährlich ist, E-Mails unbekannter Herkunft zu öffnen. 16 Prozent geben zu, dass sie es trotzdem tun. Im Umgang mit mobilen Geräten ist der Mut zur Lücke bzw. zum Verstoß noch etwas größer: 56 Prozent der Anwender wissen, dass es nicht richtig ist, Apps ohne die Zustimmung der IT-Abteilung zu nutzen, 27 Prozent der Befragten tun es trotzdem.

Manch ein Mitarbeiter scheut sich noch nicht einmal davor, pornographische Inhalte auf Arbeitsgeräten anzusehen. Laut der Blue Coat Studie ist der Anteil entsprechender Mitarbeiter mit 19 Prozent in China besonders hoch. Mexiko (10 Prozent) und das Vereinigte Königreich (9 Prozent) folgen auf den Plätzen zwei und drei. In Deutschland lag der Anteil bei nur zwei Prozent.

Geschäftliche Internet-Nutzer verstoßen allzu oft bewusst gegen einfachste Sicherheitsempfehlungen.
Geschäftliche Internet-Nutzer verstoßen allzu oft bewusst gegen einfachste Sicherheitsempfehlungen. (Bild: Blue Coat Systems)

Wie bereits erwähnt sind sich die Mitarbeiter durchaus bewusst, dass es in jedem der genannten Szenarios zu einer Malware-Infektion kommen kann. Die Anwender nehmen billigend in Kauf, dass Benutzerzugänge sowie persönliche Daten und Geschäftsinformationen gestohlen werden können.

Zwei von fünf Befragten greifen im Übrigen am Arbeitsplatz auf private Social-Media-Inhalte zu. Für Robert Arandjelovic, Director of Products EMEA bei Blue Coat, ist der Einsatz privater Endgeräte und sozialer Netzwerke im Unternehmen zugleich Segen und Fluch: „Heutzutage ist es nicht mehr realistisch Mitarbeiter von einer Nutzung abzuhalten. Deshalb müssen Unternehmen einen Weg finden, diese Technologie zu unterstützen und gleichzeitig die damit verbundenen Sicherheitsrisiken zu mindern.“

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