Suchen

Vertrauen im Netz: Gefährden Prism und Tempora eGovernment?

Internetnutzer misstrauen vor allem Krankenkassen und Finanzämtern

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Verschlüsselung ist für die meisten User kein Thema

Während der Schutz des eigenen Computers mit Anti-Viren-Programmen und Firewall inzwischen weit verbreitet ist, ergreift nur eine Minderheit konkrete Maßnahmen gegen Ausspähungen wie die Nutzung von Verschlüsselung, Anonymisierungsdiensten oder Meta-Suchmaschinen, die keine persönlichen Daten speichern. Nur 11 Prozent nutzen Proxies oder Dienste wie Tor.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 9 Bildern

Verschlüsselungsprogramme für Dateien und eMails setzen gerade einmal 8 beziehungsweise 6 Prozent ein und auf getunnelte Internetverbindungen (VPN) greifen lediglich 4 Prozent zurück. Meta-Suchmaschinen werden von 3 Prozent der Internetnutzer eingesetzt.

„Auffällig ist, dass es zwischen den Altersgruppen kaum signifikante Unterschiede gibt. Die sogenannten Digital Natives sind den älteren Internetnutzern in Sachen Schutzmaßnahmen nicht voraus“, so Kempf.

Grund für den Verzicht auf Verschlüsselungssoftware ist vor allem fehlendes Wissen. Rund zwei Drittel (65 Prozent) geben an, sich mit solchen Programmen nicht auszukennen. Bei 59 Prozent setzt der Kommunikationspartner keine entsprechende Software ein.

Nur ein Viertel (24 Prozent) hält Verschlüsselung grundsätzlich für zu aufwendig. Immerhin 7 Prozent geben an, es störe sie nicht, wenn ihre Daten von Dritten eingesehen werden. „Die Zahlen zeigen, dass es ein Interesse und einen Markt für Sicherheitstechnologien gibt“, sagte Kempf.

Der Bitkom fordert rasche und konkrete Schritte zur Aufklärung der Ausspähaktivitäten. Unter anderem sei eine europäische und transatlantische Vereinbarung über die Zusammenarbeit der Geheimdienste dringend notwendig.

(ID:42240140)