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Vertrauen im Netz: Gefährden Prism und Tempora eGovernment?

Internetnutzer misstrauen vor allem Krankenkassen und Finanzämtern

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Kündigen die User US-Plattformen das Vertrauen auf?

DIVSI, das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet, kommt in seiner Studie zu vergleichbaren Ergebnissen.

Hier heißt es: „Bereits jetzt schon hat fast jeder Fünfte (18 Prozent) sein Verhalten bei der Nutzung des Internets geändert. Vor allem im Umgang mit Online-Diensten wollen diese User sich vorsichtiger verhalten. Vier von zehn schränken sogar bereits ihren Umgang mit sozialen Netzwerken ein. Und sie wollen künftig versuchen, lieber auf deutsche beziehungsweise europäische Internet-Plattformen zuzugreifen. Die Entwicklung geht zu Lasten von Plattformen, die in den USA zuhause sind. 38 Prozent der genannten Gruppe wollen diese künftig weniger besuchen.“

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83 Prozent der Deutschen wollen staatlichen Sicherheitsorganen nur dann Maßnahmen zur Internet-Überwachung erlauben, wenn diese einer richterlichen Kontrolle unterliegen.

Jeder zweite meint dabei, dass deutsche Sicherheitsorgane grundsätzlich durchaus Zugriff auf private Daten haben dürfen. Ein klares Nein zeigt sich dagegen zum Datenzugriff aus dem Ausland. 84 Prozent der Befragten sind strikt dagegen, dies fremden Sicherheitsbehörden zu gestatten.

Die größte Kompetenz, sich vor Überwachungsangriffen zu schützen, sehen die Internetnutzer bei sich selbst. 41 Prozent sind überzeugt, dass es für sie am besten ist, entsprechende Maßnahmen persönlich vorzunehmen. Auch Sicherheitsbehörden (38 Prozent) sowie staatliche Datenschutzbeauftragte (36 Prozent) werden ebenfalls als kompetent erachtet.

Krankenkassen und Finanzämter stehen in der öffentlichen Einstufung besonders schlecht da. Nur 8 beziehungsweise 10 Prozent der Befragten würden Vertretern dieser Institutionen gestatten, auf private Daten zuzugreifen. Noch kritischer auf der Negativliste werden Arbeitgeber beurteilt. Lediglich drei Prozent der Befragten würden ihnen einen Datenzugriff erlauben.

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