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Microsoft-Studie zur Online-Reputation Internetnutzer zu unbedarft im Web

Redakteur: Peter Schmitz

Weniger als die Hälfte der Nutzer denken über die Folgen ihres Verhaltens im Web nach, zeigt jetzt eine von Microsoft durchgeführte Umfrage.

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Nach einer Microsoft Umfrage zur Online-Reputation denken weniger als die Hälfte der Nutzer über die Folgen ihres Verhaltens im Web nach.
Nach einer Microsoft Umfrage zur Online-Reputation denken weniger als die Hälfte der Nutzer über die Folgen ihres Verhaltens im Web nach.

Anlässlich des morgen stattfindenden Europäischen Datenschutztages hat Microsoft besorgniserregende Ergebnisse einer Umfrage zur Online-Reputation veröffentlicht: Weniger als die Hälfte der Internetnutzer bedenken die langfristigen Folgen ihrer Web-Aktivitäten auf die Reputation einer Person.

Bereits 16 Prozent der deutschen Nutzer geben an, dass sie negative Konsequenzen durch das Verhalten anderer im Web erfahren haben.

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Während die meisten deutschen Internetnutzer (95 Prozent) angeben, mehrere Vorkehrungen zu ergreifen, um ihre Online-Profile zu verwalten, berücksichtigen lediglich 49 Prozent der Erwachsenen und 39 Prozent der Kinder und Jugendlichen die langfristigen Auswirkungen ihrer Web-Aktivitäten auf die Online-Reputation.

Für eine von Microsoft beauftragte Studie zur Online-Reputation (pdf) wurden 5000 Internetnutzer aus Deutschland, Irland, Spanien, Kanada und den USA befragt. Die Studie zeigt die unterschiedlichen Online-Verhaltensweisen und -Gewohnheiten von Internetnutzern und untersucht die daraus resultierenden allgemeinen Auswirkungen auf Online-Profile und das Image einer Person im Web.

Langfristige Auswirkungen werden unterschätzt

„Kein vernünftiger Mensch würde nackt auf den Marktplatz gehen, das „digitale Entblößen“ aber scheint weit verbreitet zu sein und die Folgen oftmals unterschätzt, das zeigen auch die Ergebnisse der Microsoft-Studie.“, sagt Dr. Jo Groebel, Direktor des Deutschen Digital Instituts.

"Soziale Netzwerke und andere digitale Plattformen werden zu einem der bestimmenden Faktoren für die Eindrucksbildung über Menschen. Sehr häufig entstehen Urteile über andere nicht mehr in der persönlichen Umgebung, sondern durch die Informationssuche im Netz. Solche Eindrücke können weitreichende Folgen für die berufliche und private Zukunft haben. Daher ist es umso wichtiger, dass die Nutzer sich darüber klar werden, dass nicht nur einzelne Informationen, sondern auch die Kombination aus Spuren, die im Netz hinterlassen werden, zur gesamten Eindrucksbildung beitragen. Hier besteht ein enormer Aufklärungsbedarf.“

Ob E-Mails und Kommentare, das Klicken sogenannter „like“- und „retweet“-Buttons, das Hochladen von Fotos oder online einkaufen, alle Handlungen eines Nutzers im Internet wirken sich auf seine Online-Reputation aus. Zwar ist den Internet-Nutzern die Bedeutung der Online-Reputation bekannt, jedoch benötigen viele von ihnen Hilfe bei der Kontrolle und Management ihrer digitalen Profile.

„Die Menschen wollen leicht verständliche Privatsphäre-Optionen", sagt Ralph Haupter, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. „Microsoft setzt sich daher für bessere Aufklärung über Risiken im Internet und die Stärkung der Eigenverantwortung der Nutzer ein. Viele Gesetzmäßigkeiten, Regeln und Denkweisen der analogen Welt gelten nicht mehr in der digitalen Zeit, neue Technologien verändern unseren Alltag und unsere Kommunikation grundlegend“, erklärt Haupter.

„Im Sinne einer Corporate Technical Responsibility übernehmen wir daher die besondere Verantwortung, die wir als IT-Unternehmen für die gesellschaftlichen Folgen unserer Innovationen haben.“

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