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PRISM und Tempora: Kommt das Aus für die Business-Cloud? Internetüberwachung: Aufwind für deutsche Cloud-Lösungen

Autor / Redakteur: Kai Schwarz / Florian Karlstetter

Die Kommunikationsagentur Dr. Haffa & Partner hat einen Expert Call durchgeführt und 75 Experten nach Ihren Meinungen zu den Auswirkungen von PRISM, Tempora und Co. befragt. Ein Ergebnis der Umfrage: Die Business-Cloud wird weiter genutzt.

Wie sich der Skandal um Internetüberwachungsprogramme wie PRISM und Tempora auf die Nutzung von Cloud-Lösungen auswirkt, hat Dr. Haffa & Partner 75 Experten gefragt.
Wie sich der Skandal um Internetüberwachungsprogramme wie PRISM und Tempora auf die Nutzung von Cloud-Lösungen auswirkt, hat Dr. Haffa & Partner 75 Experten gefragt.
(Bild: Dr. Haffa & Partner)

Dr. Haffa & Partner hat die aktuelle Diskussion um die Internetüberwachung PRISM und Tempora für einen Expert Call aufgegriffen und 75 deutsche Führungskräfte und Meinungsmacher zum Thema befragt. Beispielsweise sollte geklärt werden, ob Überwachungsprogramme wie PRISM und Tempora das Ende für Cloud-Lösungen in deutschen Unternehmen bedeuten. Die Befragten gehen aber zum Großteil davon aus, dass es mit Business-Cloud-Lösungen weiter geht.

Verantwortungsvoll

Gut jeder Zweite bescheinigt deutschen Unternehmen bereits vor der Enthüllung von PRISM, Tempora und Co. einen sensiblen Umgang mit Daten. So ist es nicht verwunderlich, dass nur gut sieben Prozent der Experten von einem Ende der Cloud im Business-Bereich ausgehen.

Allerdings prognostizieren rund 19 Prozent der Befragten einen Rückgang von Cloud-Lösungen in Unternehmen. Laut der Kommunikationsagentur Dr. Haffa & Partner sagt jeder zweite befragte Experte, dass sich am Nutzungsverhalten von Cloud-Lösungen trotz Internetüberwachungsprogrammen wie PRISM und Tempora nichts ändern wird. Ein Grund für diese Einschätzung ist laut Expert Call, dass Unternehmen wissen, welche Daten in die Cloud gehören und dass wichtige Korrespondenzen verschlüsselt werden müssen.

Aufwind für deutsche Cloud-Lösungen

Ein Teilnehmer erklärt: „Das Ende der Cloud ist es definitiv nicht. Aber man wird bewusster mit den Daten umgehen, die man in die Cloud stellt. Und Verschlüsselung wird endlich den Stellenwert erhalten, den sie eigentlich haben sollte. Aber alles dauert seine Zeit.“

Ein anderer Teilnehmer sieht die europäischen Anbieter im Aufwind: „Man muss differenzieren zwischen amerikanischen und deutschen Cloud-Anbietern. Die amerikanischen Cloud-Anbieter haben natürlich Geschäftseinbußen und deutsche Anbieter nutzen das PRISM-Thema für Marketingzwecke, um noch mehr Stimmung gegen die amerikanischen Anbieter zu machen. Also: Deutsche Cloud im Aufwind, amerikanische Cloud im Regen“, so das Fazit des Experten.

Verschlüsselung immer wichtiger

„Das ist ein überraschendes Ergebnis. Es zeigt, wie differenziert und verantwortungsvoll Unternehmen auch bisher schon mit dem Thema Cloud umgegangen sind“, erklärt Horst Höfflin, Inhaber und Geschäftsführer von Dr. Haffa & Partner. „Zwar waren auch in der Vergangenheit Verschlüsselungstechnologien schon sehr wichtig, durch die Überwachungsprogramme werden sie in der Zukunft aber wohl noch weiter an Bedeutung gewinnen“, so Höfflin weiter.

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