Security-Budgets bleiben stabil

Investition ins Identity Management genießt oberste Priorität bei CIOs

15.06.2010 | Redakteur: Stephan Augsten

IT-Entscheider legen bei der Sicherheit ein Hauptaugenmerk aufs Identity Management.
IT-Entscheider legen bei der Sicherheit ein Hauptaugenmerk aufs Identity Management.

Die Ausgaben für IT-Sicherheit bleiben in den kommenden zwölf Monaten stabil, prognostiziert der Marktanalyst Gartner. Vorrangig werde im Jahr 2011 ins Identity Management investiert; allerdings könne man davon ausgehen, dass CIOs die anstehenden Security-Projekte weiterhin anderen Initiativen unterordnen werden.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner schätzt, dass Unternehmen innerhalb der kommenden zwölf Monate etwa fünf Prozent ihres gesamten IT-Budgets in Sicherheitsmaßnahmen investieren. Dies wäre ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahreszeitraum. Angesichts der um knapp zwei Prozent steigenden IT-Budgets blieben die Sicherheitsausgaben allerdings weitestgehend konstant.

Kaum ein Unternehmen werde 2011 in außergewöhnliche Security-Techniken investieren, meint Vic Wheatman, Managing Vice President von Gartner. Dies sei allerdings darin begründet, dass zunächst einmal die aufgrund der Wirtschaftskrise pausierten Projekte wieder aufgenommen werden.

Auf der Prioritätenliste bei der IT-Sicherheit steht das Thema Identity Management ganz oben. Gut ein Fünftel der für die Gartner 2010 CIO Survey befragten IT-Entscheider wollen Geld fürs Identitätsmanagement ausgeben.

Das Interesse am Identity Management resultiert laut Wheatman aus mehreren Trends. Da wäre zum einen die zunehmende Integration von Self-Service-Anwendungen für Mitarbeiter und vertrauenswürdige Partner. Gleichzeitig benötigten viele Unternehmen eine starke Authentifizierung für Systeme, die sensible Daten beinhalten. Und zu guter letzt werde es für viele Unternehmen immer wichtiger, Compliance-Audits zu bestehen.

IT-Entscheider sorgen sich um Advanced Persistent Threat

Ein weiterer Grund für ein wachsendes Interesse fürs Identity Management könnten laut Wheatman aber auch die Bedenken um den sogenannten Advanced Persistent Threat sein. Dabei suchen interne oder externe Angreifern unablässig und in der Regel unbemerkt nach Schwachstellen, um Informationen über das Objekt der Begierde zu beschaffen.

Im weitesten Sinne kann es sich beispielsweise um Industriespionage handeln. In jedem Fall sind derartige Attacken aber nur schwer abzuwehren; denn die Angreifer sammeln beharrlich alle verfügbaren Informationen, um letztlich als scheinbar legitime User auf Netzwerke zuzugreifen.

Neben dem Identity Management gibt es mit Data Loss Prevention, Antivirus und Anti-Malware sowie Firewalls und Intrusion Prevention Systemen noch weitere Investitionsfelder der IT-Sicherheit. Allerdings stehen Security-Projekte laut Gartner oft hinter anderen IT-Bereichen zurück.

Unternehmen investieren lieber in Techniken, die sofortige Kosteneinsparungen oder direkten Umsatz versprechen. Und so belegen Sicherheitsmaßnahmen in der IT-Prioritätenliste nur den neunten Platz, hinter aufkeimenden Trendthemen wie Virtualisierung, Cloud Computing, Web 2.0 oder Mobiltechniken.

Laut Gartner gibt ein durchschnittliches Unternehmen rund 525 US-Dollar pro Arbeitnehmer für die IT-Sicherheit aus. In einigen Wirtschaftszweigen liegen die Ausgaben aber weit über dem Durchschnitt. So zahlen beispielsweise Versicherungsgesellschaften im Schnitt 886 US-Dollar pro Beschäftigtem, Behörden immerhin noch 671 Dollar.

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