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Übermittlung von Adressbuch- und Standort-Daten iOS-Apps greifen ohne Rückfrage auf Informationen zu

| Redakteur: Stephan Augsten

Nicht jede iPad- oder iPhone-App, die auf sensible Daten zugreift, fragt den Nutzer nach entsprechenden Berechtigungen. Darauf weist der Security-Hersteller Bitdefender nach einer Analyse von rund 65.000 iOS-Apps hin.

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Nicht jede App hält sich an die Zugriffsregeln für Kontaktlisten und Standort-Daten.
Nicht jede App hält sich an die Zugriffsregeln für Kontaktlisten und Standort-Daten.

Unter den mobilen Betriebssystemen gilt iOS aufgrund der App-Markt-Politik von Apple als verhältnismäßig sicher. Doch offenbar verletzen etliche Apps die Privatsphäre der Tablet- und Smartphone-Nutzer, wie der Antivirus- und Security-Anbieter Bitdefender berichtet.

Für ihre App-Analyse haben die Sicherheitsexperten insgesamt 65.000 iOS-Applikationen untersucht. Fast ein Fünftel dieser Apps konnte ohne Rückfrage das Adressbuch und andere Kontaktlisten auslesen. Im Regelfall sollten Apps jedoch nur auf Smartphone-Adressbücher zugreifen dürfen, um Kontakte mit Web- und Social-Media-Diensten zu synchronisieren.

Weitere Datenschutz-Verletzungen beklagt Bitdefender im Bereich der Geolokation: Gut zwei Fünftel der untersuchten iOS-Apps können den genauen Standort des Nutzers bzw. seines Mobilgerätes bestimmen, ohne dafür aktiv eine Berechtigung eingeholt zu haben.

Weitere Mängel hat Bitdefender bei der Datenübertragung zwischen Apps und Cloud-Diensten festgestellt. Nach Angaben des Security-Herstellers verschlüsseln nur 57 Prozent der analysierten Anwendungen die Anwender-Daten, bevor diese übermittelt werden.

Mit den Informationen erhalten die App-Entwickler nicht nur zahlreiche Informationen über den Anwender. Sie können diese natürlich auch für Marketing- und Werbezwecke nutzen oder gar direkt weiterverkaufen.

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