Ponemon Studie

IT-Mitarbeiter fürchten Jobverlust und IT-Versagen

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Andreas Donner

IT-Profis fürchten das Versagen von IT-Lösungen, sagt eine neue Studie.
IT-Profis fürchten das Versagen von IT-Lösungen, sagt eine neue Studie. (Bild: pixabay / CC0)

Was hält IT-Profis wach? Laut einer aktuellen Studie des Ponemon Instituts gibt es mehrere Gründe. Sie fürchten, dass IT-Lösungen versagen und weitreichende Hacks den Arbeitsplatz kosten können. Ein anderes großes Problem ist der Fachkräftemangel.

Centrify hat die vom Ponemon durchgeführten Studie „Die Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf die Reputation und den Wert eines Unternehmens“ veröffentlicht. Die Studie befragte unter anderem IT-Professionals in Deutschland. Dabei wurde deutlich, dass weniger als die Hälfte der deutschen IT-Professionals (47 Prozent) überzeugt sind, Datenschutzverletzungen verhindern, erkennen und stoppen zu können. Die IT-Sicherheitsbranche in Deutschland kämpft zudem mit einem Mangel an IT-Sicherheitsfachkräften. Gleichzeitig befürchten 55 Prozent der deutschen IT-Professionals, dass sie im Falle einer Datenschutzverletzung in ihrem Unternehmen ihren Job verlieren könnten.

„Zweifellos braucht jede Art von Organisation qualifizierte IT-Sicherheitsexperten mit Fähigkeiten und Erfahrungen, um Bedrohungen abzuwehren“, sagt Michael Neumayr, Regional Sales Manager Zentraleuropa bei Centrify. „Aber aufgrund des Mangels an diesen Fachkräften muss IT-Sicherheitstechnologie die entstandene Lücke auffüllen. Organisationen müssen intelligenter an ihre Sicherheitsbedürfnisse herangehen. Sie müssen Tools implementieren, die effizienter sind, Anbieter und Plattformen konsolidieren und ihre IT-Abteilungen stärken. Jetzt muss IT-Sicherheit erst recht ein Thema beim Top-Management sein. Nur so kann sichergestellt werden, dass IT-Abteilungen über die richtigen Tools verfügen, um erfolgreich zu sein.“

38 Prozent der befragten IT-Professionals gaben in der Studie an, dass es in ihrem Unternehmen in den letzten beiden Jahren zu einer Datenschutzverletzung gekommen ist, bei der mehr als 1000 Datensätze mit sensiblen oder vertraulichen Kunden- oder Geschäftsdaten verloren gingen bzw. gestohlen wurden. Das bedeutet, dass fast als ein Fünftel der Organisationen jedes Jahr von einer ernsthaften Datenschutzverletzung betroffen ist, bei der eine erhebliche Menge vertraulicher Daten abhandenkommt. Herkömmliche Sicherheitslösungen sind demnach nicht sicher genug. Dazu passt, dass 56 Prozent der deutschen IT-Professionals die Fähigkeit ihres Unternehmens, Datenschutzverletzungen zu verhindern, auf keinem hohen Level einordnen.

Viel zu lange haben sich Organisationen auf eine strikt definierte Grenze verlassen, um ihre Assets zu schützen. Sie wussten, wo die Perimeter ihrer Netzwerke und Endpoints waren, und sorgten dafür, dass ihre wichtigen Assets auf der sicheren Seite standen. Die heutige Situation sieht anders aus: Ein zunehmend komplexer werdendes Gebilde aus digitalen Identitäten, die inner- und außerhalb des Unternehmens existieren, lösen den Netzwerkperimeter auf. Herkömmliche Sicherheitslösungen versagen daher beim Schutz gegen Data Breaches. Um finanziellen Ruin und Reputationsverlust zu vermeiden, müssen Organisationen ihre Herangehensweise an IT-Sicherheit an den neuen Gegebenheiten ausrichten und neu denken. Sie müssen den statischen, perimeterbasierten Ansatz mit dem Schutz der Millionen verteilten Verbindungen in ihren grenzenlosen hybriden IT-Landschaften kombinieren.

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