Suchen

Dirk Kalinowski von AXA über die IT-Risiken aus der Sicht eines Versicherers IT-Risiken richtig versichern

| Autor / Redakteur: Jürgen Paukner / Stephan Augsten

Beim Risiko-Management sollten Unternehmen nicht nur die potenziellen Sicherheitsvorfälle selbst betrachten, sondern sich auch Gedanken über die finanzielle Absicherung machen. Auf der IT-SECURITY Conference stellt Dirk Kalinowski von AXA in seinem Vortrag die IT-Risiken aus der Sicht eines Versicherers dar.

Firmen zum Thema

Dirk Kalinowski, Branchenverantwortlicher IT bei AXA
Dirk Kalinowski, Branchenverantwortlicher IT bei AXA

ITB: Benötigt man spezielle Versicherungen, die auf IT-Risiken zugeschnitten sind? Reichen da nicht die „üblichen“ Versicherungen?

Kalinowski: Im Vergleich zu Risiken wie Feuer oder Überschwemmung sind IT-Risiken für Unternehmen wie für Versicherer noch relativ neuartig. Rechtsprechung, Gesetzgebung und auch die technischen Grundlagen sind im raschen Wandel.

Gehen Daten verloren, weist die Software Fehler auf, dringen Hacker in ein Netzwerk ein, stellen sich die Fragen: Welche Schäden sind tatsächlich entstanden? Wie sind sie versicherungstechnisch einzuordnen? Meist handelt es sich um Vermögensschäden wie etwa Mehraufwand für die Datenwiederherstellung, Betriebsunterbrechungen et cetera.

Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen prüfen, ob solche Kosten bereits in bestehenden Deckungen eingeschlossen sind oder der Schutz sinnvoll erweitert werden kann. Für IT-Dienstleister dringend zu empfehlen sind spezielle weitgehende IT-Deckungen.

ITB: In Ihrem Best-Practice-Vortrag gehen Sie auf Fallbeispiele ein. Wie sieht ein typischer Versicherungsvorfall aus?

Kalinowski: Nehmen wir einen Webshop. An einem Feiertag mit hohen Anfrageraten stürzt er aufgrund eines fehlerhaften Software-Updates ab und ist für Kunden nicht mehr zugänglich – für den Betreiber eine Betriebsunterbrechung. Da es sich jedoch nicht um einen Sachschaden handelt, wird seine eigene Versicherung in aller Regel nicht greifen.

Hat der beauftragte IT-Dienstleister den Fehler zu verantworten, kann der Webshop diesen in Regress nehmen. Der Dienstleister wiederum kann den Vermögensschaden durch eine IT-Haftpflichtversicherung weitgehend absichern.

(ID:35656520)