Bromium-Studie

IT-Security leidet unter Produktivität

| Autor: Sarah Böttcher

Leidet die Produktivität unter der IT-Sicherheit, werden Sicherheitsmaßnahmen kurzerhand limitiert. Der dadurch entstehende Flaschenhalseffekt, lässt die Sicherheit im Unternehmen verarmen.
Leidet die Produktivität unter der IT-Sicherheit, werden Sicherheitsmaßnahmen kurzerhand limitiert. Der dadurch entstehende Flaschenhalseffekt, lässt die Sicherheit im Unternehmen verarmen. (Bild: James Steidl - stock.adobe.com)

In Unternehmen bedingen sich Produktivität und IT-Security gegenseitig. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Sicherheitssoftware-Anbieters Bromium. So wirkt sich die Angst vor Produktivitätsverlust negativ auf den Einsatz von IT-Security-Lösungen aus.

Es klingt paradox: Trotz anhaltender Cyber-Attacken sind Unternehmen dafür aufgeschlossen ihre Sicherheitsmaßnahmen zu limitieren. Das ist das Ergebnis einer Studie des Sicherheitssoftware-Anbieters Bromium.

Der Grund für die Limitierung liegt in der Angst aufgrund hoher Sicherheitsauflagen Produktivitätseinbußen zu fahren. Um folglich die Produktivität der Mitarbeiter in Unternehmen nicht zu beeinträchtigen, wird in diesem Zusammenhang die Sicherheit niedriger gewichtet.

Produktivität zu Lasten der Sicherheit

So sind den Studienergebnissen zufolge für 94 Prozent der Befragten produktive Arbeitsumgebungen essenzieller als Sicherheitsvorkehrungen. 64 Prozent bestätigten zudem, dass sie Sicherheitseinstellungen verändern, um Mitarbeitern mehr Freiheit bei ihrer täglichen Arbeit zu gewähren – und zwar auf Anordnung der Führungsebene. 40 Prozent führten solche Änderungen auf Ersuchen anderer Unternehmensabteilungen durch.

„Es ist sicher keine Überraschung, dass Endanwender Themen wie Produktivität und Nutzerkomfort und nicht die Sicherheit priorisieren, aber bisher gingen wir davon aus, dass IT-Security-Teams die Agenda bestimmen, wenn es um den Schutz von geistigem Eigentum, Kundendaten und Netzwerk geht“, erklärt Jochen Koehler, Regional Director DACH bei Bromium. „Die Ergebnisse der Befragung sprechen aber eine andere Sprache. Sie zeigen, dass Sicherheitsverantwortliche oft überstimmt werden, angesichts der heutigen Sicherheitsrisiken eigentlich ein inakzeptabler Zustand.“

Die Untersuchung ergab auch, dass mehr als 55 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen Security-Lösungen entfernen würden, wenn das Unternehmen danach vor Endgerät-bezogenen Bedrohungen geschützt bliebe. Auf die Frage, auf welche Technologien sie am liebsten verzichten würden, meinten 32 Prozent, dass sie mit Web-Proxy-Services und -Produkten starten würden, die die Zugriffsmöglichkeiten der Endanwender einschränken.

„In unseren Augen macht die Untersuchung auf ein zentrales Problem aufmerksam. Viele Sicherheitstechnologien schränken die Produktivität ein und verhindern Innovationen. Dass Entscheider gezwungen sind, zwischen Produktivität und Sicherheit zu wählen, ist ein Unding“, so Koehler. „Und es liegt auf der Hand, das hier die Anbieter von Sicherheitslösungen gefordert sind. Sicherheit sollte unsichtbar sein und kein Hindernis darstellen.“

Zur Studie

Für die Studie hat Bromium 175 IT-Verantwortliche zu Themen rund um die Sicherheit in ihrem Unternehmen befragt.

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