Cisco CISO Security Studie

IT-Sicherheit in Deutschland ohne Investitionsbereitschaft

| Redakteur: Peter Schmitz

Fehlende Investitionsbereitschaft ist ein ernstzunehmendes Risiko für den Aufbau einer nachhaltigen Security-Infrastruktur im Unternehmen.
Fehlende Investitionsbereitschaft ist ein ernstzunehmendes Risiko für den Aufbau einer nachhaltigen Security-Infrastruktur im Unternehmen. (Bild: Pixabay / CC0)

IT-Sicherheit wird in Unternehmen zur strategischen Frage – gleichzeitig steigt der Investitionsbedarf. Dies ergab die von Cisco unterstützte „CISO Security Studie“ von IDG Research Services, die unter rund 500 IT-Entscheidern in unterschiedlichen Positionen durchgeführt wurde.

Der Studie zufolge verfolgen 84 Prozent der befragten Firmen einen strategischen Ansatz bei IT-Sicherheit, weitere 11 Prozent planen in den nächsten zwölf Monaten den Aufbau strategischer Security-Konzepte. Darin zeichnet sich eine engere Bindung an die Geschäftsführung ab. Denn Verantwortliche für Informationssicherheit sind in 48 Prozent der Firmen direkt dem Geschäftsführer unterstellt, bei kleinen Unternehmen sogar 93 Prozent.

Damit Security-Strategien dabei langfristig Bestand haben, fordern knapp 80 Prozent der Befragten mehr Geld für IT-Sicherheit, 30 Prozent erachten eine Budgeterhöhung als unerlässlich. Aber nur rund 29 Prozent der Unternehmen werden in den nächsten zwölf Monaten sicher das Budget für IT-Sicherheit erhöhen – die übrigen zögern oder planen keine Erhöhung.

„Die gegenwärtige Bedrohungslage zwingt alle Unternehmen zum Handeln“, sagt Klaus Lenssen, CSO für Cisco in Deutschland, im Rahmen des Security Summit, „und zwar unabhängig davon, wie IT-nah ihr Kerngeschäft ist. Viele Unternehmen nehmen diese Verantwortung ernst und handeln beim Thema Sicherheit schnell und gezielt. Das ist eine positive Entwicklung, die sich auch in unserer Studie widerspiegelt.“

Security braucht Dienstleister – und interne Kompetenzen

Fehlende Investitionsbereitschaft ist ein ernstzunehmendes Risiko für den Aufbau einer nachhaltigen Security-Infrastruktur, ebenso wie fehlendes Sicherheits-Know-How im Unternehmen. Der Fachkräftemangel verlangt nach Lösungen – etwa in Form von beratenden IT-Dienstleistern. Dabei entscheidet die Unternehmensgröße über Art und Umfang der eingekauften Dienstleistung. 80 Prozent der befragten Unternehmen geben an, externe IT-Dienstleister auf strategischer und personeller Ebene einzusetzen. Jedes vierte Unternehmen mit weniger als 10 Millionen Euro IT-Budget verzichtet dagegen auf externe Dienstleister und nimmt die Security-Infrastruktur selbst in die Hand.

Insbesondere kleinere Unternehmen setzen daher beim Aufbau auf das interne Know-How. Dabei sehen die Befragten besonders bei der Erweiterung der personellen Ressourcen, dem Risikopotenzial durch eigene Mitarbeiter (jeweils 27%) sowie dem Fachkräftemangel im Markt (26%) Herausforderungen. Für ein Viertel der befragten Unternehmen sind daher die Aus- und Weiterbildung von Security-Mitarbeitern (25%) sowie der Kompetenzaufbau bei Sicherheits-Verantwortlichen (24%) entscheidende Investitionsfelder.

Der Weg zur ganzheitlichen Security-Ansatz

Bei technischen Vorkehrungen stehen Zugangs- und Rechtekontrollen sowie das Passwortmanagement an erster Stelle, 55 Prozent der Unternehmen setzen auf diese Maßnahmen. Danach folgen die Endpoint-Kontrolle (54 Prozent) sowie ein besseres Daten-Backup-System (48 Prozent).

„Zusätzlich zu diesen Einzelmaßnahmen empfiehlt sich ein ganzheitlicher Sicherheitsansatz vom Netzwerk, über die Endpunkte bis hin zur Cloud“, sagt Lenssen. „IT-Sicherheit kann nur dann den bestmöglichen Schutz bieten, wenn Bedrohungen vor, während und nach einem Angriff umfassend beobachtet, schnellstmöglich erkannt und effektiv bearbeitet werden.“

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