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Bitkom bemängelt Sicherheitsvorgaben in Unternehmen IT-Sicherheit wird Angestellten oft nicht vermittelt

| Redakteur: Stephan Augsten

Vier von zehn Arbeitnehmern werden hinsichtlich des sicheren Umgangs mit der IT nicht von ihren Arbeitgebern unterstützt. Dies gab der Hightech-Verband Bitkom auf der IT-Sicherheitsmesse it-sa bekannt. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen unterschätzten die Bedrohungslage.

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Viele IT-Mitarbeiter sind hinsichtlich des sicheren Verhaltens auf sich allein gestellt.
Viele IT-Mitarbeiter sind hinsichtlich des sicheren Verhaltens auf sich allein gestellt.
(Bild: Archiv)

Seien es nun Richtlinien zur Passwort-Nutzung oder zum Umgang mit externen Datenträgern: Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage hat der Bitkom-Verband herausgefunden, dass ein Fünftel der befragten IT-Mitarbeiter keine Vorgaben zur Verhinderung von Sicherheitsvorfällen erhält.

Weitere 19 Prozent der Befragten mussten sich eingestehen, dass ihnen entsprechende Verhaltensrichtlinien nicht geläufig sind. Jeder zweite Befragte gab an, dass es in seinem Betrieb Richtlinien für die Benutzung von Passwörtern gibt. 41 Prozent der Unternehmen schreiben laut der Umfrage den sicheren Umgang mit externen Datenträgern vor.

Vor diesem Hintergrund warnt der Bitkom, dass USB-Sticks besonders gefährlich sein können. „USB-Sticks dienen häufig als Träger von Viren oder anderen Schadprogrammen“, warnte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf zum Start der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg. In der Vergangenheit ist es Sicherheitsprüfern bereits gelungen, mit gezielt gestreuten USB-Sticks die Neugier von IT-Anwendern zu wecken und in Firmennetze einzubrechen.

Das Surfen im Internet und die Nutzung sozialer Netzwerke wird zumindest in vier von zehn Fällen reglementiert. 35 Prozent der Befragten müssen sich darüber hinaus an Richtlinien zum Umgang mit Spam-E-Mails halten.

Knapp ein Drittel der Befragten erhält von seinem Arbeitgeber Regeln für den Umgang mit mobilen Endgeräten wie Smartphones, Notebooks oder Tablet-PCs. Da sich ein Großteil der sensiblen Daten heute auf mobilen Geräten befinde, sei zu deren Schutz eine eigene Sicherheitsstrategie notwendig, betonte Kempf. Das Thema mobile Sicherheit war ein Schwerpunkt der IT-Sicherheitsmesse it-sa in Nürnberg.

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