NIFIS-Studie

IT-Sicherheitstrends 2016

| Redakteur: Peter Schmitz

Datenschutz allgemein, Datensicherung und -archivierung sowie Forderungen nach mehr Sicherheit beim Nutzen von Cloud Computing sind die wichtigsten IT-Sicherheitstrends 2016.
Datenschutz allgemein, Datensicherung und -archivierung sowie Forderungen nach mehr Sicherheit beim Nutzen von Cloud Computing sind die wichtigsten IT-Sicherheitstrends 2016. (Bild: alphaspirit - Fotolia.com)

Der Schutz der Daten wird für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger. Laut einer aktuellen Studie der NIFIS Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. sehen 91 Prozent der deutschen Firmen im Datenschutz allgemein den wichtigsten IT-Sicherheitstrend für 2016.

Auf Platz zwei und drei folgen Datensicherung und -archivierung (86 Prozent) sowie Forderungen nach mehr Sicherheit beim Nutzen von Cloud Computing (85 Prozent). Den ausschlaggebenden Grund für diese erhöhte Sensibilität in puncto Datenschutz sehen 87 Prozent der Unternehmen immer noch in den PRISM- und Nachfolge-Skandalen.

Der NIFIS-Vorsitzende Rechtsanwalt Dr. Thomas Lapp begrüßt das erhöhte Sicherheitsbewusstsein der heimischen Wirtschaft: „Nur wer um die Gefahren und Bedrohungen in der IT-Welt weiß, wird sich auch ausreichend davor schützen wollen. Und nur wer weiß, wie hoch der Schaden durch Cyberkriminalität und Ausspähung sein kann, ist auch bereit, den finanziellen Mehraufwand für IT-Sicherheit auf sich zu nehmen.“ Dementsprechend werden laut NIFIS-Studie die Ausgaben für IT-Sicherung und Datenschutz im nächsten Jahr kräftig ansteigen. Mehr als die Hälfte der deutschen Firmen (53 Prozent) rechnet damit, dass die Investitionen in 2016 weiter zunehmen werden.

Mehr Transparenz und Aufklärung über die Gefahren notwendig

Effektive IT-Sicherheit bedingt zudem auch eine Sicherheit bei Collaboration (75 Prozent), das heißt bei der Zusammenarbeit auf allen Ebenen, was auch Partner, Kunden und Lieferanten mit einschließt. Auch die Auswahl der Cloud-Anbieter ist ein immer wichtiger werdender Punkt (73 Prozent) und nicht erst seit dem Urteil des EuGH zur Unwirksamkeit des Safe Harbour-Abkommens davon abhängig, ob der jeweilige Dienstleister ein ausreichendes Datenschutzniveau gewährleisten kann. Laut NIFIS-Vorsitzendem muss es darüber hinaus mehr Transparenz und Aufklärung über die Gefahren durch Cyberkriminalität und Ausspähung und die jeweiligen Schutzmöglichkeiten geben. Dieser Meinung stimmen 71 Prozent der Firmen zu.

IT-Sicherheit muss auch interne Aspekte beinhalten

Laut Lapp müssen die Unternehmen jedoch nicht nur mehr Geld in neue Sicherheitstechnologien investieren: „Vielmehr geht es auch darum, dass die Firmen interne Regelungen aufstellen und die Mitarbeiter in puncto Datenschutz und IT-Sicherheit mit ins Boot holen.“ Die wichtigsten Punkte in der NIFIS-Studie sind hierfür die Abschottung mobiler Devices (69 Prozent), Verhaltensregeln beim Umgang mit Social Networks (63 Prozent) sowie die Aufstellung und Einhaltung von Compliance-Regeln (45 Prozent). Um Datenklau im eigenen Unternehmen zu verhindern, sehen zudem mehr als die Hälfte der deutschen Firmen (59 Prozent) den Schutz vor den eigenen Mitarbeitern als bedeutend an.

Auch das neue IT-Sicherheitsgesetz der Bundesregierung wurde in der NIFIS-Studie thematisiert. Interessant ist hierbei, dass nur gut ein Drittel der deutschen Wirtschaft (37 Prozent) die Umsetzung und Einhaltung der Regelungen des neuen IT-Sicherheitsgesetzes als wichtigen Trend für 2016 ansehen.

Interessierte können ein kostenfreies Exemplar der aktuellen NIFIS-Studie: „IT-Sicherheit und Datenschutz 2016“ per E-Mail anfordern.

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