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Kaspersky-Umfrage zu Sicherheitsvorfällen Jede dritte Malware-Infektion führt zu Datenverlust

| Redakteur: Stephan Augsten

Viren, Spyware und andere klassische Schadcodes verursachen Kaspersky zufolge die meisten IT-Sicherheitsvorfälle in Unternehmen. Noch nicht einmal Spam und Phishing-Attacken können den Schadprogrammen das Wasser reichen.

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Nicht immer folgt einer Schadcode-Infektion ein Datenverlust.
Nicht immer folgt einer Schadcode-Infektion ein Datenverlust.

Bei einer Kaspersky-Umfrage haben 61 Prozent der Teilnehmer eingeräumt, dass ihr Firmennetz mindestens einmal einer Malware-Infektion zum Opfer gefallen ist. An zweiter und dritter Stelle liegen Spam (56 Prozent) und Phishing-Attacken (36 Prozent).

Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut B2B International im Auftrag von Kaspersky Lab mehr als 1.300 IT-Verantwortlichen in elf Ländern zu Sicherheitsvorfällen befragt. Dabei stellte sich heraus, dass nur 70 Prozent der Unternehmen ihr gesamtes Netzwerk auf technischer Ebene vor Viren schützen. Drei Prozent der Befragten gaben sogar an, dass sie überhaupt keine Antivirus-Lösung nutzen.

Über den europaweit besten Schutz verfügen offenbar deutsche Unternehmen: „Nur“ 45 Prozent der hiesigem Firmennetze waren schon einmal mit Malware infiziert. In Frankreich hingegen mussten bereits zwei Drittel der Unternehmen gegen Malware in ihrem Netzwerk vorgehen.

Eine Malware-Infektion führte in knapp einem Drittel der Fälle auch zu einem Datenverlust. Während gerade einmal sieben Prozent der britischen Unternehmen einen Datenverlust nach einer Infektion beklagen mussten, fallen die Franzosen wiederum negativ auf (36 Prozent). Deutsche Firmen liegen mit 25 Prozent im Mittelfeld.

Zu wenig Geld für IT-Sicherheit

Jeder zweite IT-Verantwortliche klagt vor diesem Hintergrund über ein unzureichendes Budget für IT-Sicherheit. Im Schnitt müsste man die Ausgaben um 25 Prozent steigern, um angemessenen Schutz bieten zu können.

Die Pro-Kopf-Investition in IT-Sicherheit wächst der Studie zufolge mit der Größe des Unternehmens. Kleine Unternehmen geben pro Mitarbeiter im Schnitt 65 Euro aus, große Unternehmen investieren durchschnittlich 272 Euro. Aktuell liegen die IT-Sicherheitsinvestitionen bei kleinen Unternehmen bei etwa 5.650 Euro, bei mittleren Unternehmen (100 bis 999 Mitarbeiter)

bei knapp 60.000 Euro und bei großen Unternehmen bei gut 3.260.00 Euro.

Für Unternehmen führen laut Kaspersky zwei Schritte zum perfekten IT-Schutz. Zunächst sollten sämtliche Systeme grundlegend abgesichert werden. Im zweiten Schritt müsse eine Verfeinerung des Sicherheitskonzepts und eine perfekte Abstimmung der Schutzkomponenten auf die Bedürfnisse der Firma erfolgen.

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