Kaspersky-Analyse der Internet-Bedrohungen von Januar bis März 2014

Jede zehnte Web-Attacke kommt aus Deutschland

| Redakteur: Stephan Augsten

Im ersten Quartal 2014 war jeder dritte Computer von Kaspersky-Nutzern weltweit mindestens einmal einer Internet-Attacke ausgesetzt.
Im ersten Quartal 2014 war jeder dritte Computer von Kaspersky-Nutzern weltweit mindestens einmal einer Internet-Attacke ausgesetzt. (Bild: Kaspersky / Viruslist.com)

Auf Grundlage der eigenen Abwehrstatistiken hat Kaspersky Lab ein Bild über die Bedrohungslage im Internet gezeichnet. Demnach konnte der Antivirus-Spezialist in den ersten drei Monaten dieses Jahres weltweit mehr als 353 Millionen Internet-basierte Attacken abwehren. Gut jede zehnte Attacke hatte ihren Ursprung in Deutschland.

Im ersten Quartal dieses Jahres hat Kaspersky Lab nach eigenen Angaben weltweit 353.216.351 Cyber-Attacken abgewehrt, besonders häufig involviert waren dabei Drive-by-Downloads. Beinahe jeder dritte deutsche Kaspersky-Kunde wurde mindestens einmal angegriffen, im weltweiten Vergleich machte dies sechs Prozent aller registrierten Angriffe aus.

Die hiesige Web-Bedrohungslage hat sich Kaspersky zufolge damit etwas entspannt. In der Jahresstatistik 2013 hatte Deutschland bei den Angriffszielen noch den 13. Platz belegt, im ersten Quartal 2014 steht nur noch der Rang 22 zu Buche.

Dafür wird die Bundesrepublik zunehmend selbst zum Gefahrenherd, mehr als jede zehnte Web-Attacke (10,54 Prozent) der 353 Millionen Sicherheitsvorfälle hatten hier ihren Ursprung. So wurde beispielsweise die bei Internet-Attacken eingesetzte Malware des Öfteren hierzulande auf einem Server gehostet.

Im Februar dieses Jahres konnte Kaspersky Lab mit „The Mask“ eine großangelegte Cyberspionage-Kampagne enthüllen. Hierbei hatten es die Angreifer auf Informationen von staatlichen Stellen, Botschaften, Energieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Aktivisten aus 31 Ländern weltweit abgesehen. Aufgrund der Komplexität der verwendeten Toolsets mag Kaspersky eine staatliche Beteiligung nicht ausschließen.

Banking- Trojaner auf dem Smartphone

Auch im Bereich der mobilen Malware konnte Kaspersky Lab interessante Entdeckungen verzeichnen. So war der im März entdeckte SMS-Android-Trojaner „Waller“ (Trojan-SMS.AndroidOS-Waller.a) in der Lage, Geld von QIWI-Wallets zu stehlen. Derweil ermöglichte der Banking-Trojaner „Faketoken“ es Cyberkriminellen, sich Zugriff auf die Bankkonten betroffener Smartphone-Nutzer zu verschaffen. Anschließend werden mTAN-Nummern abgefangen und Geld von den Konten der Opfer auf die der Cyberkriminellen überwiesen.

Kaspersky Lab hat im ersten Quartal 2014 insgesamt 1.182 neue mobile Banking-Trojaner entdeckt, die Gesamtzahl der mobilen Schadcode-Samples hat sich von Anfang Januar bis Ende März 2014 um 60 Prozent erhöht. Derzeit attackieren 99 Prozent der mobilen Schädlinge das Android-Betriebssystem.

Die Kasperskys Bedrohungsanalyse für Januar bis März 2014 basiert auf Daten des Kaspersky Security Network (KSN).

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