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Datendiebstahl ist ein immer größeres Problem in deutschen Firmen Jedes zweite Unternehmen muss Datenmissbrauch melden

| Redakteur: Peter Schmitz

Mehr als 50 Prozent der deutschen Unternehmen mussten innerhalb der letzten zwölf Monate mindestens eine Datenpanne verzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „German Enterprise Encryption Trends 2009“ des Ponemon Institutes. Die Studie definiert den Schutz geistigen Eigentums und die Angst vor Imageverlust als treibende Kräfte für den Einsatz von Verschlüsselungslösungen.

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Datenmissbrauch ist in Deutschland ein stark wachsendes Problem. 53 Prozent aller Unternehmen hatten im letzten Jahr mindestens eine Datenpanne.
Datenmissbrauch ist in Deutschland ein stark wachsendes Problem. 53 Prozent aller Unternehmen hatten im letzten Jahr mindestens eine Datenpanne.
( Archiv: Vogel Business Media )

Schon zum dritten Mal hat das US-Marktforschungsinstitut „Ponemon Institute“ im Auftrag der PGP Corporation, einem der weltweit führenden Anbieter von Verschlüsselungslösungen, die Studie „German Enterprise Encryption Trends“ erstellt. Auch 2009 bietet Studie wieder einen repräsentativen Überblick über den Einsatz von Verschlüsselungstechnologien in Deutschland.

Vom Ponemon Institut wurden 490 IT-Manager und Geschäftsführer, Analysten und leitende Angestellte aus in Deutschland ansässigen Unternehmen befragt. 27 Prozent davon nahmen eine Position auf Managerebene oder höher ein. In der Befragung wurde der Schwerpunkt Datenschutz für digitale gespeicherte Informationen fokussiert. Themen waren unter anderem der grundsätzliche Stellenwert des Schutzes digitaler Informationen im Rahmen des Risikomanagements, die Verbreitung von Verschlüsselungslösungen in deutschen Unternehmen, die Gründe für ihren Einsatz, Planungsstrategien sowie die Budgetierung.

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Grundsätzlich lässt sich aufgrund der Antworten der Studienteilnehmer feststellen, dass der Datenschutz ein stark wachsendes Problem in Deutschland darstellt: 53 Prozent aller Unternehmen und Organisationen hatten mindestens eine Datenpanne innerhalb der letzten zwölf Monate. Dies entspricht einem signifikanten Wachstum gegenüber 2008, als dieser Prozentsatz bei 34 Prozent lag.

„Die diesjährige Studie zeigt, dass die Akzeptanz von Verschlüsselungslösungen zum Schutz sensitiver Kunden- und Mitarbeiterdaten in Unternehmen weiter zunimmt“, so Dr. Larry Ponemon, Vorsitzender und Gründer des Ponemon Institutes. „Interessant wird es sein, wie sich die Veränderungen des deutschen Datenschutzgesetzes mit der jetzt gesetzlich verankerten Veröffentlichungspflicht bei Datenpannen zukünftig auf den Verschlüsselungseinsatz auswirken werden.“

Neues Bundesdatenschutzgesetz soll mehr Sicherheit für persönliche Daten bringen

Das neue Bundesdatenschutzgesetz soll die Offenlegung von Datenpannen forcieren. Von den 53 Prozent der Unternehmen und Organisationen, die mindestens eine Datenpanne im letzten Jahr verzeichnen mussten, berichteten lediglich 5 Prozent über alle Datenpannen, weitere 14 Prozent legten Datenpannen zumindest teilweise offen. Dies bedeutet, dass 81 Prozent der Datenpannen nicht öffentlich dargestellt wurden. Die seit 1. September 2009 greifende Veränderung des Bundesdatenschutzgesetzes, die eine Veröffentlichungspflicht bei Datenpannen verankert, wird zu einer weiteren Forcierung beim Einsatz von Absicherungsstrategien führen. Denn bislang war die Bereitschaft zur Offenlegung von Datenpannen eher gering.

Datenschutz ist ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements in Unternehmen. 82 Prozent der deutschen Unternehmen und Organisationen stufen den Datenschutz im Rahmen ihres Risikomanagements als ‚wichtig‘ oder ‚sehr wichtig‘ ein. Dies zeigt, dass die Unternehmensentscheider die von Datenpannen ausgehenden potenziellen Gefährdungen für den Geschäftsbetrieb immer deutlicher erkennen.

Verschlüsselung ist eine maßgebliche Komponente der Datenschutzstrategie. Verschlüsselungstechnologien nehmen in fast allen befragten Unternehmen und Organisationen einen festen Platz in diesen Datenschutzmaßnahmen ein. 55 Prozent haben entsprechende Lösungen in Nutzung, 44 Prozent befinden sich in der Planungs- oder Implementierungsphase.

Seite 2: Strategischer Verschlüsselungsansatz reduziert die Gefahr von Datenpannen

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