Geschäftlich genutzte Privatgeräte vs. privat genutzte Firmengeräte

Kann COPE das Mobility-Dilemma lösen?

| Autor / Redakteur: Markus Mönckemeyer, mod IT Services / Stephan Augsten

Rechtliche Aspekte von BYOD und COPE

Wenn sich berufliche und private Lebenswelten überschneiden, wird die Rechtslage unübersichtlich. Der Gesetzgeber regelt diese Bereiche getrennt. Das macht die Anwendung sowohl des Bundesdatenschutzgesetzes, des Arbeitszeitgesetzes als auch der Haftungsgrundsätze im Arbeitsverhältnis schwierig.

Was passiert zum Beispiel, wenn der Mitarbeiter sein Gerät auf der Geschäftsreise im Zug liegen lässt? Können die Daten aus der Ferne gelöscht werden? Ob BYOD oder COPE: Wenn mobile Geräte genutzt werden, empfiehlt sich vorab in jedem Fall eine technische Lösung für eine saubere Trennung der privaten und geschäftlichen Daten.

Dieses lässt sich durch sogenannte Container- oder Sandbox-Lösungen realisieren. Dabei werden die Unternehmensdaten und Interaktionen gekapselt und mit einem Passwort versehen in einem separaten Bereich auf dem Gerät abgelegt.

So können beispielsweise bei einem Remote Wipe nur firmeneigene Daten gelöscht werden. Private Daten dürfen nicht betroffen sein. Mit Betriebsrat bzw. Mitarbeitern sollten grundsätzlich klare Vereinbarungen geschlossen werden, von denen alle profitieren.

Hinsichtlich der Haftungsfrage nach der Beschädigung des mobilen Geräts ist BYOD leicht im Vorteil: Wenn es sich um das private Gerät handelt, kann der Arbeitgeber nur herangezogen werden, wenn er zuvor die geschäftliche Nutzung ausdrücklich geboten und gebilligt hat.

Ergänzendes zum Thema
 
Über mod IT Services

Beim COPE-Ansatz beantwortet das Arbeitsgericht die Haftungsfrage mit dem Arbeitnehmer-Haftungsprivileg. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Arbeitnehmer nicht. Wirft er das Gerät aber aus Wut an die Wand, muss er den Schaden ersetzen.

Fazit: Wird BYOD abgelöst?

Private Smartphones werden im Geschäftsleben zu häufig ohne offizielle Ankündigung und ohne Wissen der IT-Abteilungen genutzt. Wenn die Unternehmens-IT innovativ ist und regelmäßig überprüft, welche Mobilgerätetypen gerade „angesagt“ sind und diese Geräte für den COPE-Ansatz auswählt, dann birgt COPE wesentliche Vorteile sowohl in rechtlicher Hinsicht als auch in der finanziellen Planungssicherheit und Mitarbeiterzufriedenheit.

Wenn die IT jedoch sehr lange wartet und nicht vorausschauend neue Geräteklassen anbietet, dann greift der BYOD-Ansatz. In beiden Fällen: Eine aktuelle MDM-Lösung ist Grundvoraussetzung jeder belastbaren Mobilgerätestrategie. Sie sichert Mitarbeiter und Arbeitgeber im Ernstfall gegen die größten Sicherheitsrisiken ab.

Über den Autor

Markus Mönckemeyer ist Leiter IT-Projekte beim IT-Gesamtdienstleister mod IT Services.

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