Desktop-Firewalls auf dem Prüfstand

Kann die Windows-7-Firewall mit Drittanbieter-Alternativen mithalten?

13.04.2011 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Stephan Augsten

Test auf Risiken und Nebenwirkungen: Kann die Windows-7-Firewall mit Drittanbieter-Lösungen mithalten?
Test auf Risiken und Nebenwirkungen: Kann die Windows-7-Firewall mit Drittanbieter-Lösungen mithalten?

Norton Internet Security

Norton nennt seine Sicherheitssuite Norton Internet Security (NIS). Wie auch bei Kaspersky umfasst auch die Norton Internet Security (NIS) mehrere Sicherheitsbausteine. Den Leaktest bestand die Norton Suite nicht, auch beim AWFT ließ es nahezu alle Angriffe passieren.

ShieldsUp erkennt und blockiert die Norton Software allerdings. Auch den Test mit Firehole bestand die Software. Bereits beim Kopieren der Angriffssoftware erkennt die Norton Security Suite den Angreifer und entfernt ihn. Solange NIS läuft, ist es nicht möglich, den Angreifer (Firehole) auf die Platte des Zielrechners zu kopieren.

Insgesamt also ein gemischtes Bild, das die Norton Suite hier abgibt. Es scheint generell so, dass Norton wohl stärker in der Analyse von Angriffscode ist, wie er oftmals bei Viren und Trojaner eingesetzt wird. In den Kernfunktionen einer Firewall hat Norton aber seine Schwächen.

Window 7-Firewall

Bei der Windows-Firewall handelt es sich, anders als bei den obigen Produkten, nicht um eine vollständige Sicherheitssuite sondern nur um die Kernfunktionen der Firewall. Den Leaktest erkennt die Firewall nicht als Angreifer und lässt ihn passieren. Gleiches gilt für das Prüfprogramm Firehole und AWFT. Auch diese werden größtenteils nicht erkannt und daher nicht blockiert.

Der Grund dafür liegt darin, dass die Windows-Firewall nur mit den Basissicherheitseinrichtungen ausgestattet ist. Wenn man aber die Firewall mit weiteren Regeln versieht und konfiguriert, so blockiert diese die Angreifer erfolgreich. Dies erfordert allerdings etwas mehr an Arbeit, als es bei den Sicherheitssuiten der Fall ist. Ferner muss man sich auch mit der Konfiguration von Firewalls und deren Regeln auseinandersetzten.

Fazit

Wer auf die Windows-Firewall setzt kommt nicht umhin, sich mit der Logik und Arbeitsweise vor Firewalls auseinanderzusetzten. Dann allerdings ist ein hoher Sicherheitsstandard zu erzielen. Wer selbst keine Hand anlegen möchte, erhält mit den umfassenden Suiten relativ passable Sicherheit. Doch auch diese bieten keinen umfassenden Schutz und hinterlassen Angriffslöcher.

Gegenüber der Windows-Firewall umfassen diese Suite allerdings meist auch zusätzliche Sicherheitseinrichtungen, die nicht zum Umfang der Windows-Firewall gehören. Generell aber gilt: keines der Sicherheitsprodukte vermag alle Angriffe abzuwehren. Die Anwender müssen auch in Zukunft die Augen offenhalten, wenn sie im Internet unterwegs sind.

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