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Imation-Studie zu BYOD-Akzeptanz und -Richtlinien Kaum ein Deutscher ignoriert Remote Access Policies

| Redakteur: Stephan Augsten

Während sich viele deutsche Arbeitnehmer an Richtlinien für sichere Remote-Arbeit halten, geben die britischen Büro-Angestellten eher wenig auf betriebliche Regelungen. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Datensicherheits-Spezialisten Imation.

Private Mobilgeräte sind in der Arbeit noch immer nicht gerne gesehen.
Private Mobilgeräte sind in der Arbeit noch immer nicht gerne gesehen.

Nur sechs Prozent der deutschen Büro-Mitarbeiter würden Richtlinien zur mobilen Arbeit schlichtweg ignorieren, so die Imation-Studie. Die Hälfte der hiesigen Befragten hält sich nach eigenen Angaben durchweg an die betrieblichen Vorgaben. In Frankreich trifft dies nur auf 42 Prozent, in Großbritannien gar nur auf 36 Prozent der Angestellten zu.

Imation folgert aus der Umfrage, dass IT-Richtlinien häufig nicht angemessen umgesetzt oder kommuniziert werden. Unternehmen würden es entweder versäumen, wichtige Richtlinien zur sicheren Remote-Arbeit zu kommunizieren, oder sie stellten überhaupt kein Regelwerk auf.

Hinsichtlich der Nutzung privater Endgeräte (Bring your own Device, BYOD) gab knapp ein Fünftel aller deutschen Befragten an, dass sie dazu berechtigt sind, es jedoch keine Regeln für deren Einsatz gebe. Weitere 14 Prozent waren sich nicht darüber im Klaren, ob sie ihre eigenen Geräte für geschäftliche Zwecke nutzen dürfen.

Fast ein Drittel der in Deutschland ansässigen Unternehmen verbietet seinen IT-Angestellten, persönliche Geräte für die Arbeit zu nutzen. Imation glaubt, dass die Ursache für die geringe BYOD-Akzeptanz in mangelnden Sicherheitsrichtlinien und fehlenden Technologien zur Unterstützung von Remote-Arbeitsrichtlinien liegen könnte.

Sicherheitsbewusstsein in Deutschland

Gut die Hälfte der deutschen Angestellten schätzt die Auswirkungen, die der Einsatz von mobilen Endgeräten auf die IT-Sicherheit haben könnte, als eher unkritisch ein. Ein Viertel ist der Meinung, dass bei ihnen nicht die geeignete Technik vorhanden ist, um außerhalb des Büros ebenso sicher zu arbeiten, wie innerhalb der Firmengrenzen.

Vor diesem Hintergrund verzichten viele der hiesigen Befragten auch darauf, über unsichere Verbindungen auf ihre geschäftlichen Daten zuzugreifen: Nur acht Prozent haben sich hierfür niemals in ein ungesichertes WLAN eingewählt, nur drei Prozent haben hierfür schon einmal ein Internet-Café besucht.

Die Studie wurde unter Büroangestellten in Frankreich, Deutschland und Großbritannien durchgeführt. Imation ließ über die unabhängigen Marktforschungsinstitute OnePoll (Großbritannien) und Toluna (Frankreich und Deutschland) pro Land 1.000 Büroangestellte befragen, die Computer bei ihrer täglichen Arbeit nutzen.

Die Studienergebnisse decken sich laut Imation mit den gesammelten Erkenntnissen in den USA und Kanada. Eine Umfrage von Harris Interactive unter IT-Profis im Auftrag von Imation ergab, dass 81 Prozent der Befragten zwar um Verschlüsselungsrichtlinien für mobile Geräte wissen, jedoch nur ein Drittel diese auch umsetzt.

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