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Präventive IT-Sicherheit in KMU Kaum Fortschritte bei Mitarbeiter-Schulung und Sicherheitsrichtlinien

| Redakteur: Stephan Augsten

Wie sieht es in kleinen und mittleren Unternehmen mit der IT-Sicherheit aus? Diese Frage erörtert das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr mit der Studie „Netz- und Informationssicherheit in Unternehmen“ jedes Jahr aufs Neue. Demnach schulen knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen ihre Mitarbeiter bezüglich möglicher Risiken.

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Immerhin zwei Drittel der Unternehmen schulen ihre Mitarbeiter hinsichtlich IT-Sicherheti und möglichen Risiken.
Immerhin zwei Drittel der Unternehmen schulen ihre Mitarbeiter hinsichtlich IT-Sicherheti und möglichen Risiken.
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Rahmen der Studie „Netz- und Informationssicherheit in Unternehmen 2010“ haben das E-Commerce-Center (ECC) Handel und das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) insgesamt 303 auswertbare Fragebögen erhalten. Demzufolge legen fast zwei Drittel Prozent der befragten deutschen Kleinunternehmer und Mittelständler Wert darauf, dass ihre IT-Mitarbeiter hinsichtlich potenzieller Risiken geschult sind.

Nur 6,3 Prozent dieser Unternehmen führen seltener als einmal im Jahr Schulungen durch. Der Rest sensibilisiert die Anwender mindestens einmal im Jahr (47,1 Prozent), mehr als einmal pro Quartal (25,1 Prozent) oder gar öfter als einmal im Monat (21,5 Prozent). Auf den Prüfstand wird dieses Wissen allerdings nur in 42 Prozent der Unternehmen gestellt.

Damit wird aber auch deutlich, dass immerhin ein Drittel der Unternehmen keine Schulungen zum Thema IT-Sicherheit anbietet. Ein Grund hierfür ist das Informationsdefizit innerhalb der Geschäftsführung. In 13,5 Prozent der Fälle fehlt hingegen einfach nur das Geld für externe Schulungsanbieter.

Verglichen mit dem Vorjahr zeigen sich bezüglich der Sensibilisierung für Sicherheitsfragen aber auch keine Fortschritte. Dies gilt auch für die Maßnahme, Sicherheitsrichtlinien schriftlich zu fixieren: Gut 57 Prozent der befragten Firmen haben keine derartigen Vorschriften formuliert, bei einem Drittel der Firmen ist das anders.

„Die Studie zeigt deutlich, dass Informations- und Kommunikationssicherheit für KMU bereits ein Thema ist und vielfach zumindest punktuell angegangen wird“, resümiert Andreas Duscha, Bereichsleiter des ECC Handel. Nichtsdestotrotz offenbare die Befragung noch deutliche Optimierungspotenziale.

Interessierte finden die Ergebnisse der Studie „Netz- und Informationssicherheit in Unternehmen 2010“ auf der Website des ECC Handel.

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