Unternehmen unterstützen vernetztes Arbeiten

Kein Collaborative Working ohne Sicherheitskonzept

| Redakteur: Peter Schmitz

Collaborative Working: ja, aber nur wenn es ein Sicherheitskonzept und klare Regeln gibt. Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, ist die Begeisterung bei gut acht von zehn Unternehmen groß, vernetzt zu arbeiten.
Collaborative Working: ja, aber nur wenn es ein Sicherheitskonzept und klare Regeln gibt. Sind diese beiden Voraussetzungen erfüllt, ist die Begeisterung bei gut acht von zehn Unternehmen groß, vernetzt zu arbeiten. (Bild: Archiv)

Acht von zehn Unternehmen sind begeistert vom Gedanken, vernetzt zu arbeiten, aber nur, wenn es ein Sicherheitskonzept und klare Regeln gibt. Zu diesem Ergebnis kommt die „Potenzialanalyse Share Economy“, für die im Auftrag von Sopra Steria Consulting 150 Führungskräfte großer und mittelständischer Unternehmen befragt wurden.

Collaborative Working ist in den meisten Unternehmen ein wichtiges Geschäftsprozessthema: Rund ein Fünftel setzt es bereits um, und in einem Viertel probieren die Mitarbeiter vernetztes Arbeiten aus.

Grenzenlos ist diese Begeisterung allerdings nicht: Die meisten Unternehmen unterstützen diese Arbeitsform nur unter der Bedingung, dass ein Sicherheitskonzept und Richtlinien für die Mitarbeiter vorhanden sind. Trotz dieser Hürden halten über 80 Prozent die systemübergreifende Zusammenarbeit für wichtig.

Hier schwingt allerdings auch ein ambivalentes Verhältnis des Top-Managements zu Collaborative Working mit: 73 Prozent von ihnen unterstützen vernetztes Arbeiten – aber nur 61 Prozent leben es auch selbst. Berührungsängste, hierfür externe Berater mit ins Boot zu holen, zeigen die wenigsten: Rund drei Viertel setzen auf Beratungspartner, wenn es um die technische Umsetzung, die Einarbeitung und Schulung der Mitarbeiter geht.

Interessant ist der Blick auf die Branchenverteilung: Vorreiter sind IT-Unternehmen, in denen die Belegschaft mithilfe von Cloud Computing, Social-Business- und Collaborative-Tools vernetzt arbeitet. Anders Finanzdienstleister, die kollaborative Arbeitsformen selten einsetzen – aber auf einem guten Weg sind: Mit 19 Prozent planen in diesem Wirtschaftszweig überdurchschnittlich viele Unternehmen den Einsatz von Collaborative Working. Noch besser sind hier nur Transport- und Logistikunternehmen aufgestellt: Mehr als ein Drittel plant die Einführung entsprechender Tools auf strategischer Ebene. Ganz anders sieht es im Public Sektor aus: Hier lehnen 42 Prozent der Befragten Collaborative Working ab.

„Ein Schlüssel für den Erfolg von Collaborative Working ist die Akzeptanz des Top-Managements“, erklärt Klaus Lörsch, Senior Manager Enterprise Content Management bei Sopra Steria Consulting. „Hier zeigt unsere Studie jedoch ein ambivalentes Bild: 73 Prozent der Führungskräfte unterstützen ihre Mitarbeiter beim vernetzten Arbeiten, aber nur 61 Prozent leben dies vor. Es ist essenziell, dass das Management umdenkt und eine offene Arbeitskultur selbst umsetzt.“

Zur Studie

Die Studie „Potenzialanalyse Share Economy“ wurde im Auftrag von Sopra Steria Consulting zwischen dem 26. Juni und dem 14. Juli 2014 durchgeführt. 150 Führungskräfte großer und mittelständischer Unternehmen ab 100 Mitarbeiter aus den Bereichen Vorstand, Geschäftsführung, Marketing und Personal nahmen hierfür an einer Online-Befragung teil.

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