Wirtschaftsspionage mittels Verschlüsselung verhindern

Keine Chance für E-Mail-Spicker

| Autor / Redakteur: Günter Esch, SEPPmail / Stephan Augsten

Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre E-Mail-Inhalte nicht jedem frei zugänglich sind.
Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre E-Mail-Inhalte nicht jedem frei zugänglich sind. (Bild: 3desc - Fotolia.com)

Nicht nur in der Schule, auch in der Geschäftswelt wollen Spicker vom Wissen anderer profitieren. Dies ist sogar mit wenig Aufwand verbunden, denn oft werden E-Mails mit sensiblen Daten ungesichert verschickt. Verschlüsselung und digitale Signaturen machen E-Mail-Spickern jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Ob im Falle von Badarmaturen, Windkraftanlagen oder Unterhaltungselektronik: Unabhängig von der Branche gibt es kaum ein Premium-Produkt, das nicht kopiert wird. Einige Nachahmer sind sogar so dreist, dass sie auf Branchenmessen ihre Kopien in unmittelbarer Nähe des geistigen Eigentümers präsentieren.

Oft handelt es sich bei den Kopien um Nachbauten auf Grundlage einer physischen Produktanalyse. Der Ursprung allen Übels kann aber auch im E-Mail-Postausgang des Entwicklers liegen, wenn er beispielsweise sein finales Angebot sowie Konzeptzeichnungen als E-Mail-Anhang versendet. Wer bei einer solch vertraulichen Nachricht auf jegliche Schutzmaßnahmen verzichtet, der kann den Inhalt auch gleich per Postkarte verschicken.

Durch Spionagemethoden lassen sich die sensiblen Daten verhältnismäßig einfach anzapfen. Der Mitbewerber profitiert somit von Entwicklungsarbeit des Konkurrenten und spart dementsprechend hohe Forschungskosten ein. Wenn er dann noch den Angebotspreis kennt, kann er ein günstigeres Angebot vorlegen.

Wirtschaftsspionage bedroht nicht nur Großkonzerne

Vermehrte Schadensmeldungen der Wirtschaft belegen, dass solche Spionagemethoden längst Realität geworden sind. Das Ausspähen durch Konkurrenten ist eine der größten Bedrohungen für große und mittelständische Firmen.

Speziell Länder wie Deutschland und Österreich sind gefährdet, da man hier in erster Linie von den innovativen Produktionen der Entwickler und Unternehmen profitiert. Im vergangenen Jahr bezifferte der damalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich den jährlichen Schaden durch Wirtschafts- und Industriespionage auf etwa 50 Milliarden Euro.

Damit geistiges Eigentum wie z.B. Bau- oder Konstruktionszeichnungen nicht in die Hände Fremder gerät, sollte es per E-Mail ausschließlich auf vertraulicher Basis versendet werden. Unternehmen stehen dazu professionelle E-Mail-Security-Systeme zum sicheren Übermitteln sensibler digitaler Geschäftspost zur Verfügung.

Solche Software-Lösungen sichern die diskrete Behandlung von E-Mails mit wichtigen Firmendaten ab. Das Unternehmen kann die elektronische Nachricht samt Anhang gleich mehrfach absichern. Der Absender kennzeichnet die Mail als vertraulich. Zudem kann der Mitarbeiter die Post mit einem weiteren Schutzsignal versehen: der digitalen Signatur.

Diese „elektronische Unterschrift“ weist die Echtheit von Nachricht und Absender in Mail-Programmen optisch nach. Als zusätzliche Sicherheitsfunktion steht Firmen ein Passwortschutz zur Seite: Nur mit einem entsprechenden Code kann der Empfänger die automatisch verschlüsselte Mail wieder entschlüsseln.

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