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Intensivierte Investition in IT-Security KMU nehmen mehr Geld für Datenschutz und Datensicherheit in die Hand

Redakteur: Stephan Augsten

IT-Sicherheit genießt in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) inzwischen höchste Priorität, verkündet der Security-Hersteller Symantec. Wie der Branchenriese aus einer weltweiten Studie schließt, hätten die Firmen innerhalb der vergangenen 15 Monate einen großen Sinneswandel vollzogen; insbesondere hinsichtlich der Datensicherheit.

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Datenverluste sind in kleinen und mittleren Unternehmen noch eher gefürchtet, als Cyber-Attacken aufs Netzwerk. Bild: Symantec
Datenverluste sind in kleinen und mittleren Unternehmen noch eher gefürchtet, als Cyber-Attacken aufs Netzwerk. Bild: Symantec
( Archiv: Vogel Business Media )

Firmen mir 10 bis 499 Mitarbeitern (KMU, kleine und mittlere Unternehmen) wollen zunehmend in den Schutz ihrer Informationen investieren. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie „2010 Global SMB Information Protection Survey“ von Symantec.

Mehr als zwei Drittel der deutschen IT-Mitarbeiter beschäftigen sich inzwischen mit Themen wie Datenschutz, Sicherung und Wiederherstellung, Archivierung sowie der Vorsorge von Störfällen. Für entsprechende Lösungen geben deutsche Unternehmen jährlich knapp 14.200 US-Dollar (rund 11.400 Euro) aus.

Gemessen an den durchschnittlichen Security-Ausgaben, die weltweit 51.000 US-Dollar betragen, hinkt Deutschland deutlich hinterher; und das, obwohl die eigene Beurteilung der IT-Sicherheit nicht gerade positiv ausfällt: Von den 84 Prozent der deutschen Befragten, in deren Unternehmen ein Katastrophenplan existiert, bezeichneten nur sieben Prozent den Plan als „gut“ oder „exzellent“.

Datenverluste als Treiber der IT-Sicherheit

Knapp drei Viertel aller Umfrageteilnehmer sorgen sich ernsthaft um den Verlust elektronischer Daten. Wie die Studie belegt, haben bereits 63 Prozent der deutschen Unternehmen geschäftskritische Informationen verloren (weltweit 42 Prozent). Alle betroffenen Firmen gaben an, dass der Verlust Konsequenzen hatte. Dazu gehörten Umsatzeinbußen oder direkte finanzielle Kosten.

Erhöhtes Gefahrenpotenzial geht bei Datenverlusten nach wie vor von mobilen Geräten aus: In Deutschland sind gerade einmal 56 Prozent der Windows-basierten Laptops durch Passwörter und lediglich 16 Prozent der Smartphones per Zugangscode geschützt. Dabei sind fast zwei Dritteln der weltweit befragten Unternehmen bereits Geräte wie Laptops oder Smartphones oder abhanden gekommen.

Sowohl deutschland- als auch weltweit räumten ebenfalls knapp Drittel der Umfrageteilnehmer ein, dass ihr Unternehmen im vergangenen Jahr das Ziel einer Internet-Attacke war. Jeder dritte Angriff war erfolgreich und hatte unter anderem Ausfallzeiten, Diebstahl von Mitarbeiter- oder Kundendaten sowie den Verlust von Kreditkarten-Informationen zur Folge.

In Deutschland konstatierten 36 Prozent der Befragten (weltweit 22 Prozent), dass dadurch direkte finanzielle Kosten entstanden sind. Jeweils über die Hälfte der Befragten musste Produktivitätseinbußen hinnehmen, 21 Prozent (weltweit 18 Prozent) beklagten den Verlust von Kundenvertrauen.

Für die 2010 Global SMB Information Protection Survey (PDF, 5,7 MB) hat Symantec im Mai dieses Jahres weltweit insgesamt 2.152 Mitarbeiter und Entscheidungsträger in IT-Unternehmen aus 28 Ländern befragt. In Europa standen 384 Betriebe Rede und Antwort, allein 70 davon aus Deutschland.

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