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Umfragen zum Datenschutz bei Kundendaten König Kunde oder Datenware?

| Redakteur: Peter Schmitz

Große Datendiebstähle bei Einzelhändlern und Online-Shops sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Immer mehr Kunden legen deshalb zunehmend Wert auf den Schutz ihrer Kundendaten und bevorzugen Unternehmen, die Anstrengungen beim zeigen. Das deuten auch zwei neue Studien von TNS Emnid und Sopra Steria an.

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Trotz fast täglicher Meldungen über Datenlecks und Hackerangriffe unterschätzen noch immer viele Unternehmen das Gefahrenpotenzial der Internet-Kriminalität für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens.
Trotz fast täglicher Meldungen über Datenlecks und Hackerangriffe unterschätzen noch immer viele Unternehmen das Gefahrenpotenzial der Internet-Kriminalität für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens.
(Bild: momius - Fotolia.com)

Über 80 Prozent der deutschen Marketing-Führungskräfte (CMO) sehen im Schutz der Kundendaten die größte Herausforderung für die kommenden drei Jahre. Das ist ein zentrales Ergebnis einer umfassenden Befragung von Sopra Steria in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Norwegen. Nicht schlafen lassen CMOs auch die Themen Big Data (83 Prozent) und Mobility (76 Prozent).

„Durch das Internet der Dinge, intelligente Stromzähler und vernetzte Autos wird das digitale Marketing zukünftig neue kundenbezogene Datenquellen erschließen. Deshalb müssen alle Verantwortlichen ein besonderes Augenmerk auf Datenschutz legen – sonst verweigern Kunden die Nutzung ihrer Daten“, erklärt Lucie Dermentzoglou, CRM-Expertin bei Sopra Steria Consulting.

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Sollte es soweit kommen, steht das Marketing vor einem großen Problem. Denn Daten sammeln deutsche CMOs vor allem in den Bereichen Kundenzufriedenheit und Kontakthistorien (jeweils 79 Prozent). Um ein Gesamtbild vom Kunden zu erhalten, sammeln 73 Prozent der Befragten im Bereich 360°-Grad-Blick. Die Daten werden sehr ähnlich eingesetzt. Fast hundert Prozent gaben an, die Informationen für den Kundensupport zu verwenden. Um gezielt Produkte und Dienstleistungen anzubieten, nutzen 98 Prozent der Marketingverantwortlichen Kundendaten. Fast ebenso viele setzen Kundendaten für die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen ein (93 Prozent).

Kundenkarten: Vertrauenswürdigkeit ist höchstes Gebot

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt auch eine aktuelle Studie von TNS Emnid zum Thema Kundenkarten. Bonusprogramme erfreuen sich in Deutschland zwar weiterhin großer Beliebtheit, die Kunden schauen aber zunehmend genauer hin, wen sie in ihre Geldbörse bzw. auf ihr Smartphone lassen.

Die Studie, die das Marktforschungsunternehmen TNS Emnid im Auftrag von Payback erstellt hat zeigt, dass das wichtigste Kriterium (93 Prozent) für eine erfolgreiche Kundenkarte die Vertrauenswürdigkeit des Anbieters ist. Hier führt Payback (58 Prozent) mit einigem Abstand vor Tchibo (38 Prozent) und Ikea (38 Prozent). Auch bei der Bekanntheit (82 Prozent), Verbreitung (54 Prozent der Haushalte) und der Präsenz liegt Payback vorn: Die Karte steckt nach EC- und Kreditkarte an dritter Stelle in den Geldbörsen der Deutschen.

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