Entwickler zieht Konsequenzen wegen geplanter Änderung des Strafgesetzes

Kostenloser WLAN-Sniffer KisMAC wegen Hackerparapraph eingestellt

01.08.2007 | Redakteur: Florian Karlstetter

Der WLAN-Sniffer KisMAC wird voraussichtlich nicht mehr weiterentwickelt – dies ist den Angaben auf der Webseite des Autors zu entnehmen. Als Grund gibt der Software-Entwickler die geplante Novellierung des deutschen Strafgesetzbuchs an, nach der die Entwicklung und Weitergabe von bestimmten Computerprogrammen künftig unter Strafe gestellt werden soll.

Eigentlich sind Tools wie KisMAC durchwegs sinnvoll und wurden fern der Absicht entwickelt, Dritte zu schädigen oder auszuspionieren. Mit dem geplanten Hackerparagraphen § 202 StGB jedoch bewegen sich Sicherheitsexperten und Software-Entwickler aber künftig auf sehr dünnem Eis.

Bei KisMAC handelt es sich um einen WLAN-Sniffer für MAC OS, der ähnlich wie das Linux-Vorbild Kismet zum passiven Aufspüren von Funknetzwerken Einsatz findet – oder besser: gefunden hat. Mit dem Entschluss, die offizielle Download-Möglichkeit zu schliessen, haben die KisMAC-Entwickler eine folgenrichtige Entscheidung getroffen.

In der Vergangenheit gab es immer wieder Proteste und Kritik gegen den Entwurf des Strafrechtsänderungsgesetzes zur Bekämpfung der Computerkriminalität. Anfang Juli hat die Gesetzesnovelle ohne weitere Hürden den Bundesrat passiert, ist jedoch bis auf weiteres noch außer Kraft.

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