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Oracle behebt am Oktober-Patchday 85 Schwachstellen Kritische Fehler in Open Office Suite, Solaris und OpenSolaris

| Redakteur: Stephan Augsten

Oracle schließt mit dem vierteljährlichen Patchday insgesamt 85 Schwachstellen über die gesamte Produktpalette hinweg. Zu den anfälligsten Lösungen zählen die Oracle Open Office Suite sowie die ehemaligen Sun-Produkte Solaris und OpenSolaris.

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Oracle ruft eindringlich dazu auf, die aktuell verfügbaren Sicherheitsupdates einzuspielen.
Oracle ruft eindringlich dazu auf, die aktuell verfügbaren Sicherheitsupdates einzuspielen.
( Archiv: Vogel Business Media )

In einer großen Übersicht mit Risiko-Matrix nennt Oracle Details zu den 85 Fehlern, die nach dem Patchday der Vergangenheit angehören sollen. 33 der Sicherheitslücken sind anfällig für externe Attacken ohne jedwede Authentifizierung. Eine Sonderposition nimmt dabei die Oracle Fusion Middleware ein, die acht Sicherheitslücken aufweist. Sechs davon lassen sich von außen ausnutzen.

Da die Middleware Bestandteil etlicher anderer Oracle-Produkte wie dem Application Server und der Identity Management Suite ist, wirken sich ihre Anfälligkeiten entsprechend weit aus. Im Gegenzug beinhaltet die Middleware ihrerseits Datenbank-Komponenten, die Schwachstellen aufweisen, erläutert Oracle. Diese gegenseitigen Einflussnahmen verkomplizieren den Patch-Vorgang erheblich, da nicht jede Konfiguration zwangsläufig anfällig ist.

Für Oracle-Sun-Produkte liefert der Hersteller insgesamt 31 Security-Updates aus. Basierend auf der Risikobewertung nach dem Common Vulnerability Scoring System (CVSS) gelten der Scheduler von Solaris und der Depot Server von OpenSolaris als besonders gefährdet. Die beiden Schwachstellen lassen sich ebenfalls von außen ausnutzen, bei einer Attacke über das Netzwerk bräuchte der Angreifer weder Username noch Passwort.

Die durchschnittlich höchste Risikobewertung betrifft Oracle Open Office. Schwachstellen in den Komponenten StarOffice und StarSuite lassen sich unter anderem mithilfe manipulierter Word-Dateien, GIF-Anhänge und Python-Code in .odt-Dateien ausnutzen. Die CVSS-Bewertung von 9,3 Punkten bezieht sich allerdings auf das Szenario, dass ein Administrator mit Root-Rechten bösartige Anhänge öffnet. Hat der Anwender eingeschränkte Rechte, sinkt der Risk Score um 2,5 Punkte.

Weitere Details zum Patchday Oktober 2010 im Technetwork von Oracle. Der Hersteller ruft eindringlich dazu auf, die Patches so zeitnah wie möglich einzuspielen. Als kommende Termine für den vierteljährlichen Patchday nennt Oracle den 18. Januar und den 19. April 2010.

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