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LTO | Linear Tape-Open | offenes Bandformat

Redakteur: Gerald Viola

Linear Tape-Open (LTO) ist eine Bandspeichertechnologie mit „offenem Format“, die gemeinsam von Hewlett-Packard (HP), IBM und Seagate-Certance (seit 2004 Quantum) entwickelt wurde.

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Linear Tape-Open (LTO) ist eine Bandspeichertechnologie mit „offenem Format“, die gemeinsam von Hewlett-Packard (HP), IBM und Seagate-Certance (seit 2004 Quantum) entwickelt wurde. Kern der Entwicklung bei LTO ist die Definition eines Referenzbandes, das die Messlatte für die Produktentwicklung ist. Jedem Hersteller in der LTO-Gruppe ist es erlaubt, spezifische Funktionen in seine Streamerprodukte zu integrieren. HP bot z. B. als erstes Unternehmen halbhohe Laufwerke und variable Geschwindigkeiten an. Unter „offenem Format” versteht man insofern, dass die Benutzer den Hersteller wechseln können und dass ihr Backup weiterhin lesbar bleibt. Die Hochkapazitätsimplementierung der LTO-Technologie ist unter dem Namen LTO Ultrium-Format oder einfach LTO Ultrium bekannt. Die Ultrium-Laufwerke sind inzwischen zum dominanten Industriestandard geworden.

Ende 2004 wurde die Generation 3 unter dem Namen LTO-3, Ultrium 3 oder 820LTO vorgestellt, die eine Speicherkapazität von 400 Gigabyte (GByte) unkomprimiert sowie eine maximale Transferrate von 70 bis 82 Megabytes pro Sekunde (MByte/s) bietet. Seit LTO 3 wird auch die WORM-Technik angeboten.

Im Sommer 2007 kam schließlich LTO-4, Ultrium 4 respektive 1640LTO, auf den Markt. Dieser Streamer speichert 800 GByte unkomprimiert und benötigt im Streaming-Modus 120 MByte Daten pro Sekunde. LTO-4 kann Daten „on-the-fly“ verschlüsseln.

Seit dem zweiten Quartal 2010 ist LTO-5 mit einer komprimierten Speicherkapazität bis zu 3 TByte sowie einer Transferrate von bis zu 280 MByte/s auf dem Markt. Hp hat das eigene Laufwerk so modifiziert, dass unkomprimierte Datenraten im Bereich 47 bis 140 MByte/s ohne den gefürchtetetn Start-Stop-Betrieb verarbeitet werden können.

Generation 6 wird voraussichtlich im Frühjahr 2013 erscheinen und eine maximale komprimierte Speicherkapazität von 8 TByte sowie eine Transferrate von bis zu 525 MByte/s unterstützen. Die Kapazitätssteigerung soll sich fortsetzen: LTO 7 wird 6,4 Terabyte und LTO 8 bis zu 12,8 Terabyte Kapazität (unkomprimiert) bereitstellen. Ab Generation 6 wird darüber hinaus die Kompressionsrate von derzeit 2 zu 1 auf 2,5 zu 1 erhöht, sodass die auf den Medien mit Kompression voraussichtlich bis zu 8 (LTO 6) , 16 (LTO 7) und 32 Terabyte (LTO 8) gespeichert werden können.

Die Transferraten sollen von Generation zu Generation um 50 Prozent steigen. Demenstprechend soll die sechste Generation umkomprimiert bis zu 210 Megabyte pro Sekunde erreichen. Generation 7 und Genration 8 werden vermutlich unkomprimiert bis zu 315 respektive 472 Megabyte pro Sekunde erzielen.

LTO-Streamer werden so konzipiert, dass die Technik abwärtskompatibel ist. Bis auf Generation 1 kann jede Generation auf die vorhergehende Mediengeneration Schreiben. Lesend ist LTO zwei Generationen rückwärtskompatibel.

Fortschritte in der LTO-Technologie basieren, historisch betrachtet, auf verschiedenen Faktoren: unter anderem die Materialien, aus denen die Bänder hergestellt werden, die digitale Kodierungs- und Komprimierungsmethoden, die physikalische Geschwindigkeit, mit der sich das Band durch das Laufwerk bewegt, die Länge des Bandes in der Cartridge sowie die physikalische Dichte der Datenbits auf dem Band.

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