Best Practices für Detection and Response Lücken in der Notfallvorsorge schließen

Autor / Redakteur: Dipl.-Phys. Oliver Schonschek / Peter Schmitz

Zur Cybersicherheit gehört das Notfallmanagement dazu. Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Security-Lösungen lassen sich IT-Notfälle wie eine Malware-Infektion besser bewältigen und die Folgeschäden minimieren. Selbst fortschrittliche Attacken können schneller erkannt und abgewehrt werden, wenn Unternehmen mit Notfällen rechnen und ihre Security danach ausrichten.

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Eine wirksame Notfallvorsorge muss auch fortschrittliche Attacken vorhersehen.
Eine wirksame Notfallvorsorge muss auch fortschrittliche Attacken vorhersehen.
(Bild: Tumisu / Pixabay )

Rund die Hälfte (48 Prozent) der mittelständischen Unternehmen hat keinen Notfallplan, wie eine Forsa-Umfrage ergab. Dabei sagen sechs von zehn befragten Unternehmen (58%), sie können bei einem Ausfall ihrer IT-Systeme kaum noch arbeiten.

Ob die restlichen Unternehmen, die laut Umfrage einen Notfallplan haben, wirklich einen IT-Notfall glimpflich überstehen, ist dabei die Frage. Die Art der Notfälle, die bei IT-Systemen auftreten können, werden immer komplexer, die Cyberattacken immer raffinierter.

Deshalb ist es gefährlich, seinen bestehenden Cyberschutz zu überschätzen. Immerhin meinen 75 Prozent der befragten Unternehmen, sie täten genug zum Schutz gegen Cyberkriminalität. Die Zahl der erfolgreichen Angriffe und die Höhe der Folgeschäden zeigen jedoch etwas anderes.

Selbst die Basisanforderungen an die IT-Sicherheit erfüllen laut Forsa-Umfrage nur 30 Prozent der Mittelständler im produzierenden Gewerbe. Auch in anderen Branchen sieht es nicht viel besser aus.

Insbesondere übersehen viele Unternehmen, dass es keine Frage ist, ob es zu einem IT-Notfall kommen wird, sondern nur wann, wodurch und mit welchen Konsequenzen. Um die Fragen nach dem Wann und nach dem Wodurch zu klären und um gleichzeitig die negativen Konsequenzen so gering wie möglich zu halten, muss mehr in der Notfallvorsorge getan werden. Datensicherung, Firewall und Anti-Virenschutz für die Endpoints reichen nicht aus.

Die Notfallvorsorge muss fortschrittliche Attacken berücksichtigen

Es sollte nicht passieren, dass das Notfallmanagement erst aktiv wird, wenn bereits die Systeme stillstehen und zum Beispiel die Daten durch eine Ransomware-Attacke verschlüsselt wurden. Der Notfall beginnt bereits, wenn sich ein Angreifer erfolgreich in das Netzwerk einschleicht und dort beginnt, nach Daten und unzureichend geschützten Endgeräten zu suchen.

Eine Notfallvorsorge sollte wirklich als Vorsorge verstanden werden und nicht nur als ein Versuch, einen Schaden zu beheben. Malware-Attacken sollten erkannt und abgewehrt werden, bevor der Schadensfall eingetreten ist.

Ist der klassische Notfall schon eingetreten, sorgen bereits die notwendigen Gegenmaßnahmen für Verzögerungen im normalen Ablauf. Besser ist es, bereits vor dem Systemausfall und vor der erzwungenen Datenverschlüsselung einen Angriff festzustellen und die Folgen zu minimieren.

Da die Angriffe immer raffinierter werden, müssen auch die Notfallmaßnahmen schlauer sein.

Die Lösung: Advanced Threat Protection zur Bewältigung raffinierter Attacken

Verdächtige Aktivitäten sollten so früh wie möglich erkannt werden, nicht erst auf den Endgeräten und schon gar nicht erst durch den Eintritt eines Schadens. Bereits auf der Netzwerkebene können Anzeichen für Attacken aufgespürt werden. Der Datenverkehr sollte dazu analysiert werden, um Anomalien aufdecken zu können. Womöglich schädliche Dateien sollten nicht ihre Wirkung im Produktivsystem zeigen, sondern in einer Sandbox, in der sie keinen Schaden anrichten können. Die Meldungen und Warnungen der verschiedenen Security-Lösungen sollten gesammelt und übergreifend ausgewertet werden, damit Angriffe entdeckt werden können, bevor sie die Endpoints und Daten erreichen. Hier können Lösungen aus dem Bereich XDR (Extended Detection and Response) helfen.

Eine intelligente Security als Erweiterung des klassischen Notfallmanagements macht es möglich, einen Notfall zu erkennen und abzuwehren, bevor die Produktivität leidet und große Schäden eintreten.

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