Update: Apple nimmt Security-Tool-Empfehlung für Mac OS X vom Netz

Mac-User erhalten Antivirus-Software über Apple-Online-Store

04.12.2008 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Stephan Augsten

Auch Macs brauchen einen Virenschutz, meint Apple und verweist auf den eigenen Onlineshop.
Auch Macs brauchen einen Virenschutz, meint Apple und verweist auf den eigenen Onlineshop.

Mit einer Empfehlung kommerzieller Tools verschiedener Antivirus-Anbieter kratzte Apple im Laufe dieser Woche selbst am immer wieder bemühten Nimbus der unangreifbaren Macintosh-Rechner. Nun ist der Beitrag unter dem Vorwand er sei alt und ungenau aus der Support-Datenbank von Apple verschwunden.

Ein Mac ist „nicht ständigen Angriffen durch Viren und schädliche Software ausgesetzt“ – sagt die Apple-Werbung. Ein Eintrag in der Support-Datenbank des Herstellers gestand während dieser Woche aber doch ein, dass bei Apple-Rechnern der Wurm drin sein könnte.

Um Malware-Attacken zum vermeiden, hatte der Hersteller den Einsatz kommerzieller Antiviren-Tools empfohlen. Konkret nannte Apple die im eigenen Online-Store angebotenen Intego VirusBarrier X5 sowie Symantec Norton Anti-Virus 11 for Macintosh. Nutzer könnten zudem auf McAfee VirusScan for Mac (Virex) zurückgreifen, meint der Systembauer.

Die Open-Source-Lösungen ClamXav und Rootkit Hunter fehlten in der Aufzählung genauso wie das kostenlose Tool iAntivirus.

Update: Sicherer als 1984

Mittlerweile hat Apple den Support-Eintrag in Orwell‘scher Manier gelöscht. Anstatt Virenscanner zu empfehlen, zeigt der Support-Eintrag jetzt ein lapidares „We‘re sorry.“

Apple-Sprecher Bill Evans hat dem US-Magazin Macworld verraten, warum der zuletzt am 2. Dezember geänderte Artikel gelöscht wurde: „Wir haben den Eintrag in der Knowledge-Base entfernt, weil er alt und ungenau war.“ Obwohl Macintosh-Rechner mit eingebauten Sicherheitsmechanismen ausgeliefert würden, will aber auch Evans keine 100-prozentige Garantie für die Sicherheit der Systeme geben. Eine Antivirenlösung könne aber zusätzliche Sicherheit bieten.

Zwar gilt Mac OS X – vor allem in der User-Community – als das „wohl sicherste Betriebssystem“. Dies liegt allerdings nicht nur in den OS-eigenen Sicherheitsmechanismen begründet. Vielmehr ist nach wie vor der wohl größte Vorteil, dass sich Angriffe auf Mac-Systeme aufgrund der relativ geringen Verbreitung (noch) nicht lohnen.

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