Im Test: Pineapp Mail-Secure 3.60

Mail-Missbrauch verhüten durch Origin-basierte Anti-Spam-Maßnahmen

15.08.2008 | Redakteur: Ulrich Roderer

Die Informationsseite der Pineapp MAil-Secure-Appliance
Die Informationsseite der Pineapp MAil-Secure-Appliance

Regeln

Der Umgang der Appliance mit den Mails wird über Regeln festgelegt. Die diesbezügliche Policy-Konfiguration stellt demzufolge das Herzstück der Lösung dar. Standardmäßig arbeitet das Produkt mit den beiden bereits erwähnten Regeln, die ausführbare Dateien in Mails und Spam ab der Scoring-Stufe sechs unterdrücken. Die IT-Mitarbeiter können aber noch eine Vielzahl anderer Regeln angeben, unter anderem auch Content-Regeln, die den Mailinhalt auf unerwünschte Inhalte untersuchen.

Diverse allgemeine Einstellungen in diesem Bereich sorgen auf Wunsch dafür, dass die Appliance Viren direkt löscht, statt die infizierten Mails in Quarantäne zu verschieben. Außerdem geben die Administratoren hier an, wie die Lösung Mails behandeln soll, die an nicht existierende Benutzerkonten gerichtet sind (Auto-Quarantäne, Auto-Delete etc.). „Default Permissions“ regelt, welche Rechte neue Benutzer auf dem System bekommen (Personal Spam Manager, Network Manager, Read Only und so weiter - damit haben die Verantwortlichen die Option, die Permissions der einzelnen Accounts genau an ihre jeweiligen Anforderungen anzupassen).

Von besonderem Interesse ist in diesem Zusammenhang eine Funktion namens „Maximum non-existing recipients allowed within a message before blocking it entirely“. Diese blockiert alle Nachrichten, bei denen mehrere Empfängerkonten (beispielsweise 50 Prozent), im Unternehmen nicht existieren. Damit bekämpft die Appliance Spammer, die blind nach irgendwelchen Mail-Konten in der Unternehmensdomäne suchen. Bei denen ist es höchstwahrscheinlich, dass mehr als 50 Prozent der von ihnen angegebenen Empfänger nicht existieren, während legitime Versender wohl niemals so viele Fehler machen werden.

Die Policy-Definition selbst funktioniert über die Richtung, der Absenderadresse oder Maske, bei Spam-Regeln dem maximalen und minimalen Spam-Score, den zu blockenden Kategorien, der Weiterleitung und der Benachrichtigung, die das System bei Bedarf an den Sender, den Empfänger oder den Administrator schickt, wenn die Regel greift. Dazu kommt dann noch die auszuführende Aktion: Delete, Block, Park oder Allow. Alle Regeln lassen sich global, auf Gruppenbasis oder für spezifische Anwender definieren. Damit hat der Administrator ein sehr mächtiges Werkzeug in der Hand, mit dem er von Weiterleitungen, über Attachment-Regeln bis hin zur Spam-Bekämpfung alle Mail-Transaktionen in seinem Umfeld granular beeinflussen kann. Im Test konnte diese Funktionalität voll überzeugen.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 2014731 / Malware)