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Cyber-Attacke mittels Browser-Erweiterungen für Chrome und Firefox Malware kapert Social-Media-Konten unter Google Chrome und Firefox

| Redakteur: Peter Schmitz

Neuartige Trojaner tarnen sich als Video-Player-Updates für Google Chrome und Firefox. Die Schädlinge haben eine gültige digitale Signatur und übernehmen Social-Media-Konten, laden selbständig Freunde ein, treten Gruppen bei und verändern Einträge.

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Malware-Attacke auf Social-Media-Konten via Google Chrome und Firefox.
Malware-Attacke auf Social-Media-Konten via Google Chrome und Firefox.
(Bild: Gerd Altmann, pixelio.de)

Trend Micro warnt Anwender der Browser Google Chrome und Mozilla Firefox vor neuen bösartigen Erweiterungen. Diese werden aktuell vor allem über Facebook, Google+ und Twitter verbreitet. Die Köder tarnen sich dabei als Video-Player-Update. Das Gemeine an dieser Tarnung ist, dass das angebliche Update eine gültige digitale Signatur verwendet und damit erfolgreich vorspiegelt, von dem fälschlicherweise genannten Herausgeber zu stammen und nicht verändert worden zu sein.

Die Schadsoftware übernimmt Social-Media-Konten

Fallen die Anwender auf den Trick mit dem vermeintlich legitimen Update herein, laden sie einen Schädling auf ihre Rechner, der die bösartigen Browser-Erweiterungen installiert und sich anschließend mit einer bösartigen Webadresse im Internet verbindet. Von dort lädt die Schadsoftware eine Konfigurationsdatei herunter, mit der die Cyberkriminellen hinter dem Schädling die Konten der Opfer auf sozialen Medien kapern und dort ohne Zutun der Anwender folgende Aktionen ausführen können:

  • Seiten mit „Gefällt mir“ markieren
  • Einträge mit anderen teilen
  • einer Gruppe beitreten
  • Freunde in eine Gruppe einladen
  • mit Freunden chatten
  • Einträge kommentieren und
  • den Status aktualisieren

Die Schädlinge heißen TROJ_FEBUSER.AA und JS_FEBUSER.AA

Die bösartigen Dateien mit den schädlichen Plugins JS_FEBUSER.AA und TROJ_FEBUSER.AA geben sich für den Google-Browser als „Chrome Service Pack 5.0.0“ oder „F-Secure Security Pack 6.1.0“ aus. Im Fall von „Mozilla Firefox“ nennen sich die bösartigen Erweiterungen „Mozilla Service Pack 5.0“ oder „F-Secure Security Pack 6.1“.

Webadressen prüfen via Sicherheitssoftware

Anwender schützen sich am besten vor der beschriebenen Bedrohung mittels einer Sicherheitssoftware, mit der die Reputation von Webadressen geprüft und bewertet wird. Werden die Webadressen, mit denen die bösartigen Browser-Erweiterungen sich im Internet zu verbinden versuchen, aufgrund dieser Bewertung blockiert, wird die Infektionskette effektiv unterbrochen und die Cyberkriminellen erlangen keine Kontrolle über die Social-Media-Konten der so geschützten Anwender.

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