Sicherheitsrisiken für Unternehmen

Malware, Menschen, Phishing

| Redakteur: Peter Schmitz

Im Durchschnitt gehen ein Drittel aller Sicherheitsvorfälle in Unternehmen auf Anwender zurück.
Im Durchschnitt gehen ein Drittel aller Sicherheitsvorfälle in Unternehmen auf Anwender zurück. (Bild: Pixabay / CC0)

Passwörter auf der Schreibtischunterlage notieren, Viren-verseuchte Anhänge öffnen oder einfach mal die Tastatur mit Kaffee fluten – Mitarbeiter können einem Unternehmen ganz schön zusetzen. Die drei größten Sicherheitsrisiken im Unternehmen bleiben Malware, unbeabsichtigtes Fehlverhalten von Anwendern und Phishing-Attacken.

Sophos hat sich erneut an der aktuellen Multi-Client-Studie der IDC zum Thema Next Gen Endpoint in Deutschland beteiligt. Und die stellt klar: Die drei größten Sicherheitsrisiken im Unternehmen bleiben Malware, unbeabsichtigtes Fehlverhalten von Anwendern und Phishing-Attacken.

Die IT-Sicht auf die aktuellen Sicherheitsrisiken ist deutlich: Auf Platz 1 steht mit einer Nennquote von 53 Prozent Malware, wie Viren, Trojaner, Würmer, Spy- und Ransomware. Die Silbermedaille (41 Prozent) geht an unbeabsichtigtes Fehlverhalten von Anwendern. Drittplatzierter mit 39 Prozent sind Phishing und Social Engineering, also simpel gesagt: das Durchwühlen des Papierkorbs nach Passwörtern etc.

Business Entscheider halten mit 64 Prozent Phishing-Attacken sogar für das größte Sicherheitsrisiko im Unternehmen. Doch auch der Mitarbeiter – sei es mit vorsätzlichem oder schlichtweg trotteligem Verhalten – genießt oftmals keinen guten Ruf, mit 44 Prozent Nennung gilt er als zweitgrößtes Sicherheitsrisiko. Diebstahl von Daten (39 Prozent), versehentliches Versenden von Dokumenten (37 Prozent) aber auch der Diebstahl von Geräten (mit immerhin 26 Prozent Nennung an 10. von 16 Stellen) machen den Mitarbeiter zum Schädling – zumindest für die Sicherheit des Unternehmens.

Mitarbeiter als Schädlinge? Schulungen helfen!

Insgesamt gehen im Durchschnitt ein Drittel aller Sicherheitsvorfälle auf Anwender zurück. Für Unternehmen bleibt der Mitarbeiter damit ein hohes Sicherheitsrisiko. Was tun? „Sensibilisieren, regelmäßig Schulen durch Workshops und vielleicht auch einmal die Komplexität der eigenen Sicherheitsregeln überdenken“, fasst Michael Veit, Security Experte bei Sophos, die Hausaufgaben für Unternehmen zusammen. „Absichtliches, schadhaftes Verhalten von Mitarbeitern lässt sich damit nicht gänzlich verhindern. Aber für alle anderen Mitarbeiter gilt es, bei ihnen eine Wahrnehmung und Akzeptanz für die Notwendigkeit von IT-Sicherheit und entsprechenden Verhaltensregeln und Software-Lösungen zu schaffen. IT-Security muss schlichtweg für alle zur Routine werden.“

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44806548 / Malware)