Spam-Report für September von Kaspersky Lab

Malware-Spam schlägt häufig in Deutschland auf

| Redakteur: Stephan Augsten

Böses im Gepäck: Der viertplatzierte PayPal-Trojaner hat es auf deutschsprachige E-Mail-Empfänger abgesehen.
Böses im Gepäck: Der viertplatzierte PayPal-Trojaner hat es auf deutschsprachige E-Mail-Empfänger abgesehen. (Bild: Kaspersky Lab)

Zwei von drei E-Mails im September 2014 waren Spam-Nachrichten, heißt es in einer aktuellen Statistik von Kaspersky Lab. Etwa jede elfte Schadcode-behaftete Mail fand sich dabei in einem deutschen Posteingang. Das hört sich nicht viel an, ist aber im weltweiten Vergleich leider der Spitzenwert.

Wie zu erwarten war, haben einige Spammer im September 2014 thematisch die Ebola-Epidemie aufgegriffen. Eine Kampagne erinnerte an die Betrugsmasche der Nigeria Connection: Eine angeblich an Ebola erkrankte Frau aus Liberia suchte nach potenziellen Erben. Bei einer anderen Kampagne wurden im Kontext einer geplanten internationalen Ebola-Konferenz der World Health Organization (WHO) nationale Repräsentanten gesucht, denen ein hoch dotierter Job nebst Dienstwagen versprochen wurde.

Deutsche E-Mail-Nutzer haben im September die meisten Spam-Mails mit bösartigen Anhängen erhalten. Mit einem Anteil von 9,11 Prozent liegt Deutschland vor Großbritannien (8,45 Prozent) und den USA (8,26 Prozent). Diese Zahlen gehen aus dem Spam-Report von Kaspersky Lab hervor. In den Top Ten der per Spam verbreiteten Schadprogramme befanden sich neun Trojaner.

Einer davon hat es besonders auf deutsche PayPal-Nutzer abgesehen: Beim Schädling „Trojan-Banker.HTML.PayPal.b“ handelt es sich um eine Offline-HTML-Seite in Gestalt eines PayPal-Formulars. Öffnet der Empfänger den Anhang, dann wird er dazu aufgefordert, im Rahmen der Installation eines neuen Online-Sicherheitssystems sein Profil zu aktualisieren. Dabei werden auf Deutsch diverse Benutzerdaten abgefragt, darunter persönliche Informationen sowie PayPal-Passwort und Kreditkartendaten.

Den ersten, sechsten und neunten Platz belegen Vertreter der trojanischen Downloader-Familie Dofoil. Die Schädlinge dieses Typs laden weitere Malware aus dem Internet herunter. Diese Schadcodes dienen dazu, anschließend verschiedene Informationen – laut Kaspersky in erster Linie Passwörter – zu stehlen.

Unter den Spam-Herkunftsländern waren im September die USA (12 Prozent) nach wie vor Spitzenreiter, auch wenn der Anteil gegenüber dem Vormonat um fast vier Prozentpunkte zurückgegangen ist. Die Plätze zwei und drei belegen Vietnam (9,3 Prozent) und Russland (5,8 Prozent). Unter den Top-Zehn-Versendern findet sich auch Deutschland, das mit 2,85 Prozent den neunten Platz belegt.

Der komplette Spam-Report für September 2014 findet sich im Kaspersky-Blog Viruslist.com.

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