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Iron Mountain veröffentlicht Studie zum Informationsrisiko Mangelnder Schutz vor Datendiebstahl und Spionage

| Redakteur: Stephan Augsten

Deutsche und europäische Mittelständler schützen geistiges Eigentum und andere Betriebsgeheimnisse nicht ausreichend vor Spionage und Diebstahl. Dies ergab eine Studie zum Informationsrisiko seitens Iron Mountain und Pricewaterhouse Coopers.

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Betriebsgeheimnisse werden im Mittelstand oft nur unzureichend geschützt.
Betriebsgeheimnisse werden im Mittelstand oft nur unzureichend geschützt.

Nur 56 Prozent der mittelständischen Unternehmen in Deutschland verfügen über Pläne zum Schutz von geistigem Eigentum und Betriebsgeheimnissen. Auf europäischer Ebene ist es um die Informationssicherheit noch schlechter bestellt, hier konnten nur gut zwei Fünftel der Befragten eine positive Antwort geben.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie zum Informationsrisiko, die im Auftrag von Iron Mountain von PwC (PricewaterhouseCoopers) durchgeführt wurde. Gut die Hälfte der Befragten (54 Prozent) ist der Ansicht, dass die Sicherung von Kunden-, Mitarbeiter- und Finanzinformationen wichtiger ist als der Schutz von geistigem Eigentum und Betriebsgeheimnissen.

Iron Mountain führt diese Einstellung darauf zurück, dass die Speicherung von Kunden- und Mitarbeiterdaten strengen Compliance-Richtlinien unterworfen ist. Hingegen sei die Verwaltung von geistigem Eigentum und anderen Betriebsgeheimnissen nicht gesetzlich geregelt. Dabei machen jedoch genau diese Informationen zwei Drittel des Werts eines Unternehmens aus, unterstreicht Iron Mountain mithilfe der Forrester-Studie „The value of corporate secrets“ aus dem Jahre 2010.

Schlecht schneidet in der aktuellen Studie vor allem die Pharmaindustrie ab, obwohl hier das geistige Eigentum eine besonders große Rolle spielt: Weniger als ein Drittel der Unternehmen bezieht Betriebsgeheimnisse laut Iron Mountain in die Informationsrisiko-Management-Pläne ein. Nicht viel besser ist es um die Branchen Finanzdienstleistungen (35 Prozent), Rechtswesen (38 Prozent), Fertigung (49 Prozent) und Versicherungen (57 Prozent) bestellt.

Mitarbeiter sensibilisieren ist Unternehmenspflicht

Die Studie zum Informationsrisiko geht auch auf den Unsicherheitsfaktor Mensch ein. So hat PwC herausgefunden, dass auf europäischer Ebene 26 Prozent und in Deutschland 28 Prozent der mittelständischen Firmen den Hintergrund neuer Mitarbeiter nicht überprüfen. Betriebsgeheimnisse seien dadurch möglicherweise zusätzlichen Gefahren ausgesetzt.

Um technische Maßnahmen zu stützen rät Iron Mountain den Unternehmen dazu, Mitarbeiter für das Thema Informationssicherheit zu sensibilisieren und passende Anleitungen für jede Hierarchieebene zu bieten. Best Practices und Incentives für den vorbildlichen Umgang mit Informationen könnten darüber hinaus das allgemeine Bewusstsein für Informationssicherheit erhöhen.

Im Rahmen der Studie zum Informationsrisiko wurde mit dem Information Risk Maturity Index auch ein europäischer Vergleichsindex erstellt. Unternehmen können darüber ermitteln, ob sie angemessen auf Informationsrisiken vorbereitet sind.

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