Die QGroup veröffentlicht die Hacking-Highlights April 2014

Massenhaft kompromittierte E-Mail-Konten

| Redakteur: Stephan Augsten

Abermillionen Zugangsdaten zu E-Mail-Konten wurden im April 2014 gestohlen und missbraucht.
Abermillionen Zugangsdaten zu E-Mail-Konten wurden im April 2014 gestohlen und missbraucht. (Bild: QGroup)

Ohne Zweifel war der Heartbleed-Bug in OpenSSL im April 2014 das Sicherheitsthema schlechthin. Andere Vorfälle sind derweil in der Medienberichterstattung beinahe untergegangen, sollten aber ebenfalls Beachtung finden. In den „Best of Hacks“ widmet sich die QGroup wieder den spektakulärsten Hacking-Vorfällen und Datenverlusten.

E-Mail-Konten und andere Benutzerzugänge sind im April dieses Jahres besonders in den Fokus der Cyber-Kriminellen gerückt. So wurde beispielsweise der Mail-Dienst von AOL gehackt. Über die geknackten Accounts wurde fortan Spam versendet, 50 Millionen Kunden mussten ihre Passwörter ändern.

Hierzulande schlug derweil ein anderer Vorfall hohe Wellen: In einer Datenbank fanden sich 18 Millionen E-Mail-Adressen, teils mit zugehörigen Passwörtern. Alle großen Internet- und Mail-Provider in Deutschland, darunter die Deutsche Telekom, Freenet, Kabel Deutschland und Vodafone sowie gmx.de und web.de, rieten betroffenen Kunden dazu, ihre Passwörter zu wechseln.

In den USA sind 55.000 Mitglieder der „Bürgerkriegsveteranen der Vereinigten Staaten von Amerika“ Opfer eines Hacks geworden. Dabei wurden persönliche Informationen gestohlen, darunter auch die Sozialversicherungsnummern. Eine nicht berechtigte Person hatte sich mithilfe eines Remote-Access-Trojaners Zugang zu einem VFW-Server verschafft.

Der Security-Anbieter RSA musste sich ebenfalls einer Cyber-Attacke erwehren: Im Rahmen der RSA Conference wurde über die Syrian Electronic Army und ihre Hacking-Methoden berichtet. Die Hacker-Gruppierung reagierte prompt, manipulierte die Konferenz-Webseite und leitete Besucher auf eine andere Web-Adresse um.

Fernab der Cyberwelt ereignete sich ein anderer, äußerst interessanter Sicherheitsvorfall: Infolge eines Software-Fehlers gelang es Unbekannten, Glücksspielautomaten in Spielhallen zu plündern. Die Täter mussten nur eine bestimmte Tastenfolge an den Automaten drücken. Laut Spiegel Online meldeten einzelne Spielotheken aus dem Raum Düsseldorf bei der Polizei Verluste zwischen 70.000 und 100.000 Euro. Bundesweit gingen Brancheninsider von einem Schaden von zehn Millionen Euro aus.

Ergänzendes zum Thema
 
Erfolgreiche Hackerangriffe der vergangenen Jahre im Überblick

Weitere Cyber-Attacken im April 2014, darunter viele polititsch motivierte Angriffe, finden sich in der Bildergalerie „Erfolgreiche Hackerangriffe“. Wenn Sie die stilvollen „Traueranzeigen“ in gedruckter Form erhalten wollen, können Sie diese als kostenlose Broschüre bei der QGroup bestellen.

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