Neue Verordnung zum Datenschutz

Massive Wissenslücken bei DSGVO

| Autor / Redakteur: Moritz Jäger / Peter Schmitz

Die DSGVO steht vor der Tür - viele Unternehmen sind aber noch nicht bereit.
Die DSGVO steht vor der Tür - viele Unternehmen sind aber noch nicht bereit. (Bild: pixabay / CC0)

Die neue Datenschutzgrundverordnung muss bis zum 25. Mai 2018 von Unternehmen umgesetzt werden, die personenbezogenen Daten von EU-Bürgern verarbeiten. Bei der Umsetzung hapert es allerdings – trotz hoher potentieller Strafen.

Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) steht vor der Tür. Bis zum 25. Mai 2018 müssen Unternehmen die neuen Regeln umsetzen. Diese vereinheitlichen EU-weit die Regeln zum Datenschutz. Wer als privates Unternehmen oder öffentliche Stelle personenbezogene Daten verarbeitet, sollte sich entsprechend mit den neuen Regelungen auseinandersetzen.

Einer Umfrage von WatchGuard zeigt aber massive Unsicherheiten bei Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen, 47 Prozent, sind sich nicht im Klaren, ob die DSGVO überhaupt in ihrem für ihre Firma gilt. Weltweit liegt dieser Wert bei 37 Prozent.

Schlimmer noch, viele Unternehmen liegen komplett falsch: Weltweit gaben 28 Prozent an, dass die GDPR – General Data Protection Regulation – für sie nicht gilt. Laut WatchGuard erhebt von diesen Unternehmen jedoch jedes siebte (14 Prozent) persönliche Daten von EU-Bürgern und fällt damit sehr wohl unter die Verordnung.

Umsetzung stockt

Die Regelungen sind alles andere als neu, bereits am 24. Mai 2016 trat die DSGVO eigentlich in Kraft. Dennoch lassen sich Unternehmen Zeit - viel Zeit. Weltweit gehen nur zehn Prozent der Befragten davon aus, die Vorgaben bereits heute umfassend erfüllen zu können. In Deutschland sind es lediglich sieben Prozent. Den untergeordneten Stellenwert entsprechender Aktivitäten verdeutlicht auch die Tatsache, dass 44 Prozent aller Befragten gar nicht wissen, inwieweit ihr Unternehmen bei der Erfüllung der spezifischen Vorgaben vorangeschritten ist.

„Wenn die neuen Vorgaben in Kraft treten, werden Organisationen auf der ganzen Welt in die Pflicht genommen. Wie die Umfrageergebnisse zeigen, gibt es leider immer noch eine besorgniserregend hohe Anzahl an Unternehmen, die die Relevanz dieses Themas für sich selbst nicht richtig einschätzen bzw. missinterpretieren. Dadurch geraten sie klar ins Hintertreffen“, so Corey Nachreiner, Chief Technology Officer von WatchGuard. „Unternehmen riskieren vier Prozent ihres weltweiten Umsatzes, wenn sie die Vorgaben bis Mai nächsten Jahres nicht vollständig erfüllen.“

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